Maren Becker (CDU) wieder zur Ortsbürgermeisterin gewählt

Der neue Ortsrat von Neuwarmbüchen (v.l.): Karin Ostermeyer, Vanessa Schenke (CDU), Christiane Hinze (FDP), Maren Becker (CDU), Manfred Kobusch (FDP), Antje Schenke („Grüne“) und Gerd Jaeger (SPD). (Foto: Renate Tiffe)
 
Mit Spannung erwarteten rund 30 Bürgerinnen und Bürger das Ergebnis bei der Ortsbürgermeister-Wahl. (Foto: Renate Tiffe)

Spitze des Neuwarmbüchener Ortsrates unverändert

NEUWARMBÜCHEN (ti). Auch bei der Besetzung des Neuwarmbüchener Ortsrates hat die Kommunalwahl am 13. September Verschiebungen mit sich gebracht.
Die Freien Demokraten haben einen Sitz hinzugewonnen. Einen starken Stimmverlust mussten dagegen die Sozialdemokraten hinnehmen, die nur noch ein Mandat innehaben. Unverändert bleibt jedoch die Spitze. Maren Becker (CDU) wurde wieder zur Ortsbürgermeisterin gewählt und Gerd Jäeger (SPD) bleibt ihr Stellvertreter.
Mit Spannung hatten die etwa 30 Bürgerinnen und Bürger bei der konstituierenden Ortsratssitzung das Ergebnis bei der Ortsbürgermeister-Wahl erwartet. Der Vorgang musste geheim stattfinden, weil außer Maren Becker auch die Freidemokratin und frühere Ortsbürgermeisterin Christiane Hinze den Posten gern wieder besetzen wollte.
Sie gehört dem Isernhagener Gemeinderat an, ist Mitglied der FDP-Fraktion in der Regionsversammlung und hat einen wesentlichen Anteil am Wiedererstarken ihrer Partei auf allen drei Ebenen. Verwurzelt ist sie jedoch in ihrem Heimatort Neuwarmbüchen, wie „Grünen“-Ortratsfrau Antje Schenke bei der Vorstellung begründete. Die „Grünen“ bilden zusammen mit der FDP eine Gruppe im Ortsrat.
Schon im Vorfeld hatte die Kandidatur von Christiane Hinze im Ort viel Staub aufgewirbelt, wie unschwer an der zahlreichen Zuhörerschaft bei der Sitzung zu erkennen war.
Entsprechend unüberhörbar waren die Äußerungen der Missbilligung als die Wahlentscheidung von vier zu drei Stimmen zugunsten von Maren Becker bekanntgegeben wurde. Erste Gratulantin war Christiane Hinze. Die Wahl des Stellvertreters ging per Akklamation vonstatten, weil mit Gerd Jaeger nur ein Kandidat zur Verfügung stand. Die FDP stimmte dagegen.
Der Ortsrat konnte sich dann weiter den übrigen Tagesordnungspunkten widmen. Nachdem Christiane Hinze schon zu Anfang der Sitzung das Thema Schließung der Sparkassenfiliale in Neuwarmbüchen angesprochen hatte, weil sie es für dringlich hielt, erläuterte Maren Becker anschließend, was bereits in dieser Angelegenheit geschehen war.
Gerd Jaeger verlas die Beschlussvorlage, mit welcher der Ortsrat sich an die Gemeinde wendet. Sie möge sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten beim Aufsichtsrat und beim Vorstand der Sparkasse für den Erhalt der Außenstelle einsetzen. Als Finanzdienstleister sei die Sparkasse für das öffentlich-rechtliche Versorgungsangebot in der Region zuständig. Sie sei kein x-beliebiges Finanzinstitut und daher vor allem der älteren Bevölkerung in der Fläche verpflichtet, wird betont. Der Vorlage wurde einmütig zugestimmt.
Mittlerweile hat es auch diesbezügliche Gespräche mit der Sparkasse gegeben, wie die Ortsbürgermeisterin bekanntgab. Die Schließung soll bis 2019 stattfinden, und nicht bis Ende dieses Jahres, wie manche Gerüchte im Ort besagten. Eine Informationsveranstaltung für alle Bürgerinnen und Bürger solle es Anfang nächsten Jahres geben. Von Christiane Hinze kam der Tipp, doch einmal die hiesigen CDU- und SPD-Mitglieder der Regionsversammlung anzusprechen, die Einfluss nehmen könnten. Die FDP habe da keinen Zugriff.
Das alles reicht den Neuwarmbüchenern aber noch nicht. Mit Hilfe einer Unterschriftensammlung wollen sie ihre Forderung verstärken. Bei der Ortsratssitzung lagen Listen aus, in die sich jeder eintragen konnte.