Lang anhaltender Applaus für das Musical „Leben im All“

Die kleinen Künstler begeisterten das Publikum mit ihrem professionellen Spiel der Sprech- und Gesangsrollen. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

„Ich schnapp´ mir eine Schnuppe aus der Schnuppentruppe“

ISERNHAGEN FB (bgp). Stimmgewaltig und talentiert gaben sich die Sängerinnen und Sänger aus den Chorklassen 1 bis 3 der Grundschule Neuwarmbüchen. Mit einem bezaubernden Weltraum-Musical bewiesen sie auf beeindruckende Weise ihr Können. Alle drei Aufführungen im Kammermusiksaal der Musikschule waren gut besucht und wurden mit reichlich Applaus bedacht.
Seit Anfang des Jahres hatten die Chorklassen aus Neuwarmbüchen im Rahmen des Musikalisierungsprojektes „Wir machen die Musik“ unter Leitung einer Dozentin der Musikschule auf die Musical-Vorführung hingearbeitet. Dozentin Liliya Kiselgof und Musiklehrerin Alexandra Prinz probten mit den Kindern die Gesangs- und Sprechrollen.
Im Chorklassenunterricht wurden die Chorparts des Musicals erarbeitet. Johanna Schwarzbard hatte die Gesamtleitung übernommen und sich das Musical als Projekt ihres Freiwilligen Kulturellen Jahres ausgewählt. Am vergangenen Freitag war es endlich soweit und die lang vorbereitete Aufführung wurde der Öffentlichkeit präsentiert.
Das Bühnenbild war in liebevoller Kleinarbeit von den Kindern gestaltet worden. Planeten und Sternenbilder zierten den dunklen Hintergrund, sie vermittelten ein Gefühl von der Weite des Weltalls. Mit zauberhaften Kostümen und leidenschaftlichem Spiel trugen die kleinen Künstler ihre Sprech- und Gesangspartien vor und brachten die Zuschauer so manches Mal zum Lachen. Begleitet wurden die Lieder, in denen Rock-, Pop-, Jazz- oder Latinorhythmen anklangen, von Mario Ehrenberg-Kempf am Keyboard und Robert Riedinger an den Percussion-Instrumenten.
Die Geschichte „Leben im All“ erzählt von Sternschnuppen, denen eigentlich alles schnuppe ist. Einziger Widerstand des heftig prallen Lebens im All ist das Schwarze Loch, vor dem sich alle in Acht nehmen müssen, da es immer wieder versucht, Sternschnuppen zu verschlucken. Als jedoch der Stern „Opa Galaxis“ verglüht ist, trauern die Schnuppen und stellen fest, dass ihnen doch nicht alles schnuppe ist. Sie halten fest zusammen und verbünden sich gegen das Schwarze Loch, das eine Kristallkugel an sich gebracht hat. Mit vereinten Kräften holen sich die Schnuppen das Erbe von Opa Galaxis zurück und schaffen es auch noch, aus dem bösen Schwarzen Loch ein nettes Schwarzes Loch zu machen.
Der sehr lange Applaus spiegelte die Leistung der kleinen Künstler wider. Sie hatten mit lauter und deutlicher Aussprache, klarem Gesang sowie gekonnter Intonation alle großen und kleinen Zuschauer begeistert, sodass auch noch eine Zugabe fällig und gerne gewährt wurde.