Kreativität war Trumpf beim Sommerfest im Isernhagenhof

Bunte Bilder im Stil von Jackson Pollock konnten die Kinder vor der Kunstschule mit einer „Klecksmaschine“. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Jede Menge Musik und farbenprächtige Kunstwerke

ISERNHAGEN (bgp). Ein abwechslungsreiches Angebot erwartete die Besucher am Samstag rund um den Isernhagenhof. Die Musikschule Isernhagen & Burgwedel und die Kunstschule gestalteten gemeinsam mit dem Kulturverein sowie dem KulturKaffee Rautenkranz ein Sommerfest.
Etwa dreihundert Besucher fanden sich im Laufe des Nachmittags ein, um den Darbietungen des musikalischen Nachwuchses im Foyer des Isernhagenhofes zu lauschen. Die Kinder aus den Kursen zur Musikalischen Früherziehung erfreuten das Publikum mit ihrer Aufführung und sammelten damit gleich erste Konzerterfahrung auf der Bühne.
Außerdem hatten die Organisatoren noch zahlreiche Ensembles im Programm wie Streicher, Querflöten, Saxophon und Bläser, die für volle Stuhlreihen sorgten. Musikschulleiter Andreas Fingberg-Strothmann äußerte sich zufrieden über die Resonanz auf die Veranstaltung und betonte, dass in erster Linie Besucher kämen, die mit den beteiligten Institutionen verbunden seien. Zuschauer von außerhalb kämen zwar auch, aber machten nur einen relativ geringen Teil der Besucher aus.
Interessierte hatten die Möglichkeit, sich ausführlich über die Arbeit des Isernhagenhof Kulturvereins informieren oder zwischendurch eine Brat- bzw. Currywurst zu genießen.
Diejenigen, die es etwas süßer mochten, kamen mit Kaffee und Kuchenspezialitäten vom KulturKaffee Rautenkranz voll auf ihre Kosten. Großen Anklang bei den Kindern fand vor allem das Angebot der Kunstschule, in deren Räumlichkeiten die kleinen Besucher sich künstlerisch austoben konnten.
Beim Töpfern entstanden plastische Kunstwerke aus Ton, die in einem späteren Arbeitsgang noch gebrannt und glasiert werden. Die Arbeit mit Farben im Stil von Jackson Pollock, der den abstrakten Expressionismus der New York School prägte und Bilder in „Drip-Technik“ gestaltete, machte dringend einen Malerkittel erforderlich.
Damit ausstaffiert waren die Kinder auf der sicheren Seite und versuchten sich im Action-Painting à la Pollock. Das Resultat waren viele bunte Bilder, die von den jungen Künstlern mit nach Hause genommen werden durften.
Krönender Abschluss für die Erwachsenen bildete das Konzert der Künstler Sebastian Volco (Piano) und Pablo Gignoli (Bandoneon). Am Samstagabend begeisterten sie die rund 100 Zuschauer mit avantgardistischer Tango- und Melonga-Musik, die im ersten Teil experimentellen und konzertanten Charakter hatte. Die Rhythmen ließen die Zuschauer zu wahren Percussion-Künstlern avancieren, da sie im Takt ihre Gläser anschlugen. Im zweiten Teil nach der Pause gab es klassischen Tango, der etwa die Hälfte der Zuschauer zum Mittanzen animierte.