Kirchhorst feierte das 112-jährige Bestehen des DRK-Ortsvereins

Maria Heitmüller-Schulze (vorne r.) übergab ein Geburtstagsgeschenk für den DRK-Ortsverein Kirchhorst an Elke Dietterle (l.). (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Elke Dietterle: „Leider fehlen Hilfskräfte in den Organisationen“

KIRCHHORST. Der DRK-Ortsverein Kirchhorst feierte am vergangenen Sonntag das 112-jährige Bestehen mit einem großen Fest. Zum Auftakt des Jubiläums fand in der in der St. Nikolai-Kirche ein Gottesdienst mit Pastor Seliger statt. Anschließend wurde bei strahlendem Sonnenschein im benachbarten Pfarrgarten kräftig gefeiert.
Der Kirchhorster DRK-Ortsverein ging aus dem 1904 gegründeten Vaterländischen Frauenverein hervor, der anfangs die Bevölkerung mit Verbandsmaterial und Nothilfe versorgte. Ein weiterer Anlass für die Kirchhorster, 112-jähriges Jubiläum zu feiern, war die Vereinheitlichung der Notrufnummer 112 in ganz Europa, die seit 25 Jahren Gültigkeit hat und für alle Menschen Hilfe in der Not bedeutet.
Elke Dietterle, Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Kirchhorst, äußerte neben der positiven Rückschau auf 112 Jahre Geschichte und großem Dank an die Ehrenamtlichen auch Sorgen um den Nachwuchs. Sie führte den Gästen der Feier anschaulich vor Augen, welche Auswirkungen die stark nachlassende Bereitschaft zum ehrenamtlichen Engagement in Zukunft haben könnte.
Dabei machte sie deutlich, dass jeder im Alltag an vielen Stellen die Arbeit ehrenamtlicher Helfer in Anspruch nimmt, ohne sich dessen wirklich bewusst zu sein. Gäbe es die zahlreichen Ehrenamtlichen nicht mehr, würden in der Gesellschaft viele Aufgaben nicht mehr im gewohnten Ausmaß erfüllt werden können.
Die Leistungen der ehrenamtlichen Helfer würdigte auch Maria Heitmüller-Schulze als Repräsentantin des Präsidiums des DRK Region Hannover. Sie überbrachte dazu ein Geschenk für den Ortsverein Kirchhorst. Weitere Gratulanten aus örtlichen Vereinen und Verbänden überbrachten ihre guten Wünsche und Spenden ebenso wie das langjährige Mitglied Ilse Beckmann, die Elke Dietterle ein "Flachgeschenk" überreichte.
Während der Ansprachen der Erwachsenen tummelte sich auf einer Hüpfburg im Garten der fröhliche Nachwuchs. Zwischendurch gab es leckere Waffeln oder eine zünftige Bratwurst vom Grill. Die Lose der Tombola zugunsten des Projektes "Helfende Hände" fanden reißenden Absatz.
Die Ehrenamtlichen im Projekt "Helfende Hände" kümmern sich in erster Linie um Alltagsbelange der zu betreuenden Personen. Hilfe beim Einkaufen, Raumpflege oder Unterstützung bei der Gartenarbeit sind nur einige der zahlreichen Aufgaben, die von ihnen übernommen werden. Die Personen der „Helfenden Hände“ bekommen Fahrtkosten erstattet und erhalten eine Aufwandsentschädigung. Insbesondere für dieses Projekt werden noch dringend Helfende gesucht, die sich engagieren möchten.
Einzige Voraussetzungen sind Teamfähigkeit und eine Ersthelferausbildung, die nicht länger als drei Jahre her ist. Wenn diese nicht vorhanden ist, kann eine Ersthelferausbildung auch beim DRK absolviert werden. Interessierte Personen können sich an Elke Dietterle (Telefon: 0 51 36/9 20 13 48, E-Mail: e.dietterle@kirchhorst.ortsverein.de) wenden.