Kapazitäten der Verwaltung extrem gefordert

Eigene Stabsstelle für Flüchtlinge im Rathaus Isernhagen

ISERNHAGEN (ti). 368 Flüchtlinge sind bis Ende 2015 in Isernhagen aufgenommen worden, 223 wurden bereits für das erste Quartal dieses Jahres zugewiesen.
Etwa 600 werden es wohl insgesamt werden. Wie überall im Land ist mit dem Zustrom so vieler Neuankömmlinge in so kurzer Zeit der Gemeinde eine schwierige Aufgabe zugewachsen, die nicht mehr nebenbei mit zu bewältigen ist. Nicht abzusehen ist auch die weitere Entwicklung.
Die Kapazitäten der Verwaltung seien extrem gefordert, betonte Bürgermeister Arpad Bogya in einem Pressegespräch. Viele der Asylbewerber werden voraussichtlich in Isernhagen bleiben. Es gelte den sozialen Frieden zu erhalten, wie es bisher gelungen sei. Damit dies so weitergehe, soll jetzt im Rathaus mit dem Aufbau einer eigenen Stabsstelle für Flüchtlinge begonnen werden. Sie soll hochrangig besetzt sein, die Schnittstelle liege zunächst beim Ersten Gemeinderat Frank Niemeyer.
Die Unterbringung und Versorgung der vielen Menschen ist eine sogenannte Querschnittaufgabe in den Kommunen weil sie mehrere Ämter betrifft. Neben dem Ordnungs- und Sozialamt ist es in Isernhagen ebenso das Amt für Gebäudewirtschaft und Liegenschaftsunterhaltung. Es kommt auf kurze Wege und schnelles Handeln an bei der Aufnahme, der Unterbringung und Betreuung der Neuankommenden,
Gedacht ist an ein Gremium von zehn Personen, Sozialarbeiter und Hausmeister und Mitarbeiter aus den betreffenden Ämtern, das sich in den nächsten Wochen finden soll. Die Leitung steht noch aus. Es ist noch nicht entschieden, ob es sich um jemand aus den eigenen Reihen oder von außerhalb handeln wird. Stellen sollen werden geschaffen für eine dritte Sozialarbeiterin/ einen dritten Sozialarbeiter, evtl. für eine vierte Kraft. Auch eine räumliche Neuorganisation im ersten Stock des Rathauses ist geplant.