„Is dat to glöven?“

Liest im "NachtKaffee" Isernhagen F.B. aus ihrem zweiten in plattdeutscher Sprache verfassten Buch: Die Radiomoderatorin ilka Brüggemann. (Foto: KulturKaffee Rautenkranz)
Isernhagen: KulturKaffee Rautenkranz |

Plattdeutsche Lesung mit Ilka Brüggemann

ISERNHAGEN F.B. (r/kl). Ist es Kabarett, Poetryslam oder einfach nur der ganz normale Alltag? Und das ganze noch auf Plattdeutsch! Eine brisante Mischung aus allem verspricht die Autorin und Radiomoderatorin Ilka Brüggemann bei ihrer Plattdeutschen Lesung am Freitag, 18. August, ab 20.00 Uhr im "NachtKaffee" des KulturKaffees Rautenkranz in Isernhagen F.B., Hauptstraße 68.
Nach der erfolgreichen Vorstellung ihres ersten Buchs mit Alltagsgeschichten vor zwei Jahren ist nun das zweite Buch von Ilka Brüggemann erschienen. Mit viel Humor und Augenzwinkern spiegelt es das ganz normale Chaos wider. Nicht nur für ausgesprochene Plattdeutschfans.
Warum muss man bei Bügeleisen jetzt auch schon auf Lärmschutz achten? Warum gibt es an Tankstellen Bouletten, aber keinen Wagenheber? Warum fotografieren Menschen ihr Essen, statt es zu genießen? Warum erschweren uns manche Errungenschaften das Leben, die es eigentlich erleichtern sollen? Warum ticken Männer und Frauen oft so unterschiedlich?
Ilka Brüggemann kam 1968 zur Welt und wuchs mit Bruder, Schwester und Hund in Amelinghausen bei Lüneburg auf. Auf dem platten Land wurde Plattdeutsch gesprochen, zunächst ohne tiefgreifende Auswirkungen. So studierte sie nach dem Abitur Anglistik und Politikwissenschaft in Hannover und Marburg, sammelte nebenbei Erfahrungen im Kellnern und im Journalismus und fand nach einigen Zwischenstationen schließlich beim Radiosender NDR 1 Niedersachsen ihr berufliches Zuhause.
Als rasende Reporterin entdeckte sie ihr Herz für das Alltagsgeschehen, für Menschen und Marotten: „Oft viel spannender als die Politik“. Ilka Brüggemann moderierte verschiedene Magazinformate und Plattdeutschsendungen. Sie wurde Redakteurin, bekam zwei Kinder, absolvierte nebenbei ihre Promotion in Politikwissenschaft („Man soll Dinge immer zum Abschluss bringen“) und übernahm schließlich die Plattdeutschredaktion.
Sie ist immer mit einem Notizbuch unterwegs und lässt in ihren Sendungen und der Rubrik „Hör mal `n beten to“ ihrer Alltagsentdeckungsfreude freien Lauf, freut sich bei öffentlichen Lesungen „ein Loch in den Bauch, wenn es den Leuten Spaß macht“ und findet, man sollte allen Widrigkeiten des Alltags „zäh, aber mit Humor“ begegnen.