Initiative Kulturtresen Isernhagen will neue Impulse setzen

Der Sammelhut steht symbolisch für das kulturelle Konzept im Zentrum Altwarmbüchen. Hans Lauterwald (l.) und Heiko Weichert (r.) vom Vorstand des Kulturtresens setzen auf das Können der Künstler und die Großzügigkeit der Besucher. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Teilhabe wird möglich durch freien Eintritt und Sammelhut

ALTWARMBÜCHEN (bgp). Engagierte Bürger haben Mitte Oktober die neue Initiative Kulturtresen Kulturverein gegründet. Niedrigschwellige kulturelle Angebote mit freiem Eintritt sollen regelmäßig im Zentrum Altwarmbüchen stattfinden. Während und nach der Vorstellung soll ein Sammelhut für Spenden herumgereicht werden.
Der Vorsitzende Heiko Weichert hat bereits Erfahrungen mit dem unkonventionellen Konzept durch seine langjährige kulturelle Arbeit in Hannover gesammelt. Musiker, Kabarettisten, Kleinkünstler oder Autoren aus der Region, Europa und aus Übersee erhalten eine Auftrittsmöglichkeit, um ihren Bekanntheitsgrad zu erhöhen oder weil sie Freude daran haben. Eintrittsgelder werden nicht erhoben, die Darbietungen werden mit den Spenden honoriert, die anschließend komplett an die Künstler weitergegeben werden.
Mit den geplanten kulturellen Veranstaltungen soll das Zentrum in Altwarmbüchen belebt werden, denn dort sei bisher nichts in der Art vorhanden, so Weichert. Ein wichtiger Pluspunkt sei die gute Erreichbarkeit des Altwarmbüchener Zentrums mit öffentlichen Verkehrsmitteln, insbesondere auch durch die Anbindung an die Stadtbahn, erläuterte Hans Lauterwald, stellvertretender Vorsitzender des Kulturtresens.
Recht schnell sei die Wahl auf das Restaurant Tandur als Veranstaltungsort gefallen, da es direkt am Markt gelegen sei und die nötige Größe aufweise. Nach einer kürzlich erfolgten Erweiterung bietet es genügend Raum für rund 100 Gäste. Für die Veranstaltungen werde eine Bühne aufgebaut, Stehtische, Stühle und Tische so arrangiert, dass die Zuschauer auch herumgehen oder am „Kulturtresen“ stehen können, so Lauterwald.
Barrierefreiheit sowohl in sozialer als auch in räumlicher Hinsicht hat in diesem Konzept oberste Priorität. Der Isernhagenhof in FB sei als kulturelles Veranstaltungszentrum in den Abendstunden und am Wochenende mit dem öffentlichen Bus gar nicht oder sehr schlecht zu erreichen, so dass oft nur der private PKW Abhilfe schaffen könne.
Das zumeist recht anspruchsvolle Programm mit höheren Eintrittsgeldern bleibe demzufolge einem begrenzten Interessentenkreis vorbehalten. Diese „mentale wie materielle Zutrittssperre“ soll nach dem Willen der Vertreter des Kulturtresens durch das favorisierte Konzept aufgehoben werden und auch Menschen mit weniger Ressourcen die Möglichkeit geben, am kulturellen Leben teilzuhaben.
Da für den Kulturtresen noch einige Ausrüstungsgegenstände wie eine Bühne, Ton- und Musikanlage mit Mischpult, Aktivlautsprechern, Mikrofonen sowie Beleuchtung finanziert werden müssen, wurde ein vorübergehendes Sonderkonto eingerichtet. Die Gesamtkosten für die Grundausrüstung, von der ein Teil bereits angeschafft wurde, betragen etwa 8.000 bis 10.000 Euro.
Einige Spenden sind schon von Bürgern, die sich für das Konzept des Kulturtresen Kulturvereins begeistern, getätigt worden. Beträge, die auf diesem Konto eingehen, werden nach erfolgter Eintragung auf das offizielle Vereinskonto übertragen und durch die Schatzmeisterin Anette Heinze bescheinigt. Weitere Informationen zu Mitgliedschaft und aktuellen Themen des Kulturtresen Kulturvereins sind auf der Homepage unter wwww.kulturtresen.de angegeben. Die Ehrenamtlichen des Vereins freuen sich über Spenden für die neue Initiative in Isernhagen (Volksbank Hannover, IBAN: DE13 2519 0001 0631 3517 00, Hans Lauterwald, Zusatz Kulturtresen).