In Isernhagens Zentrum ist viel in Bewegung gekommen

In unmittelbarer Nähe des Rathauses entsteht der moderne Neubau der katholischen Heilig Geist Gemeinde. (Foto: Renate Tiffe)
 
Zehn Modellleuchten wurden inzwischen über den gesamten Rathausplatz verteilt. (Foto: Renate Tiffe)

Bauliche Veränderungen rund ums Rathaus

ALTWARMBÜCHEN (ti). Nach jahrelangen Vorbereitungen, nach Bürgerversammlungen und Workshops nach Beratungen über Einzelhandels- und Zentrumskonzepte kommt jetzt Bewegung in das städtebauliche Großprojekt.
Das Sanierungsgebiet für das Zentrum der florierenden Gemeinde am Stadtrand von Hannover wurde im September 2015 festgelegt. Die zugesagte Geldspritze des Landes hilft, das Vorhaben zu beflügeln. Bauliche Veränderungen um das Rathaus herum sind bereits jetzt unübersehbar und auch sonst ist viel in Bewegung geraten.
In unmittelbarer Nähe des Rathauses ist die katholische Heilig Geist Kirche abgerissen worden und entsteht nun wieder auf der gegenüberliegenden Seite der Bothfelder Straße als moderner Neubau mit viel Glas in den Fassaden. Voraussichtlich Anfang 2017 wird die Heilig Geist Gemeinde ihr neues Gotteshaus in Besitz nehmen können. Schon Ende dieses Jahres soll der Rewe-Supermarkt eröffnet werden, ein Vollsortimenter, wie es sich für das Ortszentrum gehört. Bereits gewichen ist der NP-Discounter am Nordteil des Rathausplatzes. Spannend dürfte sein, wie sich das Nebeneinander von Supermarkt und dem Penny-Discounter entwickelt, die beide zur Firmengruppe Rewe gehören.
Neues Leben ist in die Passage auf der gegenüberliegenden Seite der Bothfelder Straße eingezogen. Es begann im Grunde mit der Eröffnung der Eisdiele, die sich mittlerweile an der Schnecke etabliert hat. In den Raum gegenüber, den NP freigemacht hat, ist vor kurzem die Gemeindebücherei eingezogen. Ein absoluter Gewinn für das Zentrum, wie sich schon in der Kürze der Zeit zeigt. Im Gebäudeteil daneben wird sich demnächst die Post niederlassen und auch das „Lesenest“, ein Teil des sozialen Kaufhauses, plant einen Umzug dorthin.
Mit Hochdruck gearbeitet wird gegenwärtig an der Rahmenplanung. Noch vor der Kommunalwahl im September soll eine Vorlage mit genaueren Beschreibungen zur Verfügung stehen. Mit der Niedersächsischen Landgesellschaft ist ein sog. treuhänderischer Sanierungsträger gefunden worden, der sich auch um die Regelungen bei den komplizierten Eigentumsverhältnissen im Sanierungsgebiet kümmern wird.
„Das erfordert akribische Kleinarbeit, braucht Zeit und Zähigkeit bei den gegebenen bürokratischen Voraussetzungen“, betont Bürgermeister Arpad Bogya. Für die einen Eigentümer werde es durch den Attraktivitätszuwachs einen Wertzuwachs geben, während die anderen mit einem gewissen Verlust rechnen müssen, beispielsweise durch mehr Verkehrsbelastung. „Viele werden darüber nachdenken, wie es mit ihren Objekten weitergeht“, meint Bogya.
Offen sei momentan noch, ob der Busverkehr auf der Bothfelder Straße weiter geführt wird (was die Verwaltung befürwortet) und ebenso die Frage, ob der Fußweg zur Hannoverschen Straße für Fahrzeuge ausgebaut wird. „Wir dürfen die Parkplatzsituation nicht aus dem Auge lassen“, mahnt er.
Weiter geht es aber auch um die Neugestaltung des Rathausplatzes. Im Vordergrund steht die Entscheidung über die Pflasterung. Schon Mitte vergangenen Jahres wurden Musterflächen verlegt, zu denen sich die Bürger äußern konnten. Installiert wurden inzwischen zusätzlich zehn Modellleuchten, verteilt über den gesamten Rathausplatz. Über die Sicherheit bei Dunkelheit hinaus zählen sie zu den nicht unwesentlichen Gestaltungselementen. Schade nur, dass sie zur Zeit wegen der langen Tage und der kurzen Nächte erst spätabends in ihrer eigentlichen Funktion zu begutachten sind.