Im byzantinischen Ritus

Pastor Ivan Mykhailiuk (links) und Michael Schneider führten durch den Gottesdienst im byzantinischen Ritus in der St. Paulus-Kirche. (Foto: A. Donner)

Ostkirchliche Liturgiefeier in St. Paulus

GROSSBURGWEDEL (r/gg). Zu einem besonderen Gottesdienst im byzantinischen Ritus hatte die St. Paulus-Gemeinde eingeladen. Jesuitenpater Michael Schneider aus Frankfurt Ivan Mykhailiuk, Pator in der St. Paulus-Gemeinde, feierten gemeinsam die heilige Messe, die göttliche Liturgie des Heiligen Johannes Chrysostomos. Michael Schneider ist Groß-Archimandrit des griechisch-katholischen Patriarchats von Antiochia. Der byzantinischen Ritus ist die Heimat von Pastor Ivan Mykhailiuk, für diesen Gottesdienst ist er auch geweiht worden. Deshalb war es nicht verwunderlich als er zum Schluss der ostkirchlichen Liturgiefeier sagte: "Ich fühlte mich am Ende des Gottesdienstes wie zu Hause."
Der byzantinische Ritus entwickelte sich und entstand im Byzantinischen Reich in Konstantinopel und ist der ostkirchlichen Liturgie zuzurechnen. Seit über 1500 Jahren feiern die Ostkirchen ihre Gottesdienste in dieser Form. 23 Teilkirchen gehören zu den katholischen Ostkirchen, die in ihrer Tradition den altorientalischen Kirchen nahestehen. Sie bilden jedoch mit der römisch-katholischen Kirche eine Glaubensgemeinschaft und erkennen den Papst als Autorität an. Da diese Kirchen mit Rom uniert sind, ist es möglich, die Feier der besonderen Chrysostomos-Liturgie in einer katholischen Kirche zu halten.
Für den Betrachter ist die sehr feierliche, symbolreiche Form des Gottesdienst im byzantinischen Ritus gekennzeichnet durch die Verehrung der Ikonen, den Gebrauch des Weihrauchs und die festlichen Gewänder der Pastoren und der Ministranten.
Zur Kommunion erhält der Gläubige anstatt der Hostie ein Stück Brot, das der Pastor vorher in einem Kelch mit Wein eingetaucht hatte.
Die musikalische Leitung während der Messe hatte die "Schola Cantorum" aus Hannover unter der Leitung von Frau Constanze Renzsch. Einige Mitglieder der Paulusgemeinde verstärkten diesen Chor, so der Bericht von Alfred Donner.