Hattrick für Isernhagen?

Marc Perl begrüßte die Jungfilmer, denen er nach der Premiere noch für ein ergänzendes Interview zur Verfügung stand. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)
 
Die jungen Mitglieder des Filmteams erwarteten mit Spannung die Premiere. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Feuerwehr-Video soll das IGS-Filmteam zum dritten Sieg führen

ISERNHAGEN (bgp). Bereits zweimal hatte sich die Isernhagener Realschule am Panasonic-Filmwettbewerb „Kid Witness News“ beteiligt und ging als Sieger daraus hervor. Der erste Jahrgang der jetzigen IGS Isernhagen bewirbt sich nun mit einem Film über die Freiwillige Feuerwehr Altwarmbüchen und hofft auf einen erneuten Sieg. Am vergangenen Mittwoch präsentierten die jungen Filmfans den Beitrag öffentlich im Feuerwehrhaus Altwarmbüchen.
Der Filmwettbewerb richtet sich an junge Menschen, deren Blick für soziale Themen geschärft werden soll. In Zusammenarbeit mit dem Verein „Politik zum Anfassen“ hatten die Isernhagener Jungfilmer dabei zweimal den Nerv der Juroren getroffen und gewannen 2015 mit einem Beitrag über den Circus Mulan sowie 2016 mit dem Film über gelungene Integration von Flüchtlingen in örtlichen Sportvereinen. Der dritte Titel rückt in greifbare Nähe, wenn es den Fünftklässlern der IGS-Isernhagen gelingt, die Preisrichter mit ihrem anschaulichen Beitrag über den Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr Altwarmbüchen zu überzeugen.
Vor der Premiere unter den wachsamen Augen von Ortsbrandmeister Marc Perl wurde ein „Film über den Film“ gezeigt. Ähnlich wie beim „Making of“ von großen Filmen, wurden die Schülerinnen und Schüler durch ein sechsköpfiges Team aus Tokio am Drehtag ihres Beitrages „Wer kommt, wenn´s brennt?“ gefilmt.
Darin waren die Nachwuchsfilmer zu sehen, welche mit großem Elan die Jugendlichen der Feuerwehr Altwarmbüchen interviewten und deren Arbeit in Bildern festhielten. Dieses erfordert Teamwork, sowohl vor als auch hinter der Kamera.
Das Resultat der intensiven Zusammenarbeit der IGS-Filmer konnte sich sehen lassen. Der Wettbewerbsbeitrag dauert wenige Minuten und fasst zusammen, was vielen Menschen nicht bewusst ist.
Die Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr sind rund um die Uhr dienstbereit. Sie wenden einen großen Teil ihrer Freizeit für die Allgemeinheit auf: „Wenn es brennt, kommt mein Onkel“, sagt eine Schülerin im Film. Der sei doch Versicherungskaufmann, entgegnet deren Freundin und ist ganz erstaunt, als sie erfährt, dass dieser auch als freiwilliger Feuerwehrmann tätig ist.
In den anschließenden Filmsequenzen erklären Mädchen und Jungen aus der Jugendfeuerwehr Altwarmbüchen, wie viel ihnen das gemeinschaftliche Miteinander bedeutet, welches noch über dem Interesse an technischen Fragen im Feuerwehrbereich steht. Viele Freundschaften entstehen, deren Tiefe in der Aussage eines jungen Feuerwehrmannes deutlich wird: „Ich würde den Kameraden mein Leben anvertrauen“, sagt er unumwunden.
Unter großem Applaus fand die Präsentation ihren Abschluss, wohl aber nicht die Arbeit daran. Ein anschließendes Interview mit dem Altwarmbüchener Ortsbrandmeister musste noch durchgeführt und abgedreht werden. Erst nachdem der Filmbeitrag um das Interview ergänzt wurde, war er endgültig fertiggestellt.
Nun heißt es „Daumen drücken für Tokio“, denn die Erstplatzierten aus dem Bundesentscheid im Mai 2017 dürfen nach Japan zum internationalen Contest reisen. Einen Vorgeschmack gibt es schon jetzt. Der Film über die Feuerwehr Altwarmbüchen ist seit Freitag im Internet unter www.politikzumanfassen.de/kwn zu sehen.