Grundstein für Veränderung

Grundsteinlegung für ein Gebäude „Mitten drin“: Claus Fitschen (l.) und der Vorsitzende des Werkstattrates Jan Redeker legen feierlich die Kapsel in die Erde. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Pestalozzi-Werkstatt mit Stadtbahn-Anbindung in Altwarmbüchen

ALTWARMBÜCHEN (bgp). Nach längerer Suche hatte die Pestalozzi-Stiftung ein rund zweitausend Quadratmeter großes Grundstück im Gewerbegebiet Altwarmbüchen gefunden, um eine neue Werkstatt für Menschen mit Handicap zu errichten. Vergangene Woche wurde der Grundstein für den barrierefreien Bau in der Krendelstraße Ecke Jacobistraße gelegt. Claus Fitschen, Vorstand der Pestalozzi-Stiftung, bewertete den Standort des Neubaus als wichtigen Schritt zur Dezentralisierung des Werkstattbereiches „dorthin, wo die Menschen sind“.
Die Pestalozzi-Stiftung hatte sich mit ihrem Gesuch an die Gemeinde Isernhagen gewendet, welche im Altbestand das Gewerbegrundstück in Stadtbahnnähe ausfindig gemacht hatte. So konnte die Stiftung das bis dahin als Lager- und Abstellfläche genutzte Eckgrundstück eines benachbarten Baustoffunternehmens erwerben und den Neubau planen. Vor allem der nordöstliche Bereich von Hannover und Altwarmbüchen sei durch die zweihundert Meter entfernte Stadtbahnlinie besonders gut angebunden. „Das ermöglicht ein eigenständiges Leben“, freute sich Claus Fitschen bei der Grundsteinlegung darüber, dass die rund vierzig Beschäftigten schon bald „mitten drin, statt nur am Rand“ arbeiten können. Das sei nicht nur das Motto beim Fußball, erklärte er schmunzelnd, nachdem er gemeinsam mit Vertretern vom Werkstatt-Rat eine Kapsel mit der stiftungseigenen Zeitung PEP im Fundament versenkt hatte. Die aktuelle März-Ausgabe hatte Fitschen voller Stolz handschriftlich mit „Am Tag der Grundsteinlegung 07.04.2017 im Fundament hinterlegt“ und seiner Unterschrift signiert.
Die Gesamtkosten für das Bauprojekt betragen rund 2,7 Millionen Euro. In dem 900 Quadratmeter großen Gebäude wird im östlichen Bereich eine Näherei beherbergt sein, während im westlich gelegenen Teil Räume für kleinere Arbeiten zur Industriemontage untergebracht werden. Sozialräume und Lagerflächen werden ebenso wie Büros und eine Mensa Bestandteile des Objektes sein. Das voraussichtlich im Herbst stattfindende Richtfest wird für die Pestalozzi-Stiftung Anlass sein, die breite Angebotspalette und den Neubau zu präsentieren. Bereits im März 2018 soll das Gebäude fertig gestellt sein und die ersten Menschen mit Handicap ihre Arbeit in den neuen Werkstatträumen aufnehmen.