Gemeindewettkampf: 1. Platz für die Kirchhorster Wehr

Kooperation und präzise Teamarbeit sind gefragt, wenn die Ortswehren einmal im Jahr zu ihren Gemeindewettkämpfen antreten. (Foto: Hans Hermann Schröder)
 
Erfolgserlebnis: Am Ende kommt aus allen Strahlrohren Wasser. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Beim Feuerwehrnachwuchs hatte Isernhagen NB die Nase vorn

ISERNHAGEN NB (hhs). Am Samstag Nachmittag standen die Gemeindewettkämpfe der Ortsfeuerwehren in Isernhagen auf dem Veranstaltungsplan. Diese Wettkämpfe haben den Sinn, dass zum einen die aktiven Kameraden, zum anderen die Jugendfeuerwehren ihren Leistungsstand untereinander messen. Dafür sind landes- und bundesweit feste Regeln aufgestellt. Es geht dabei nicht nur um gute Zeiten, hier sind auch Präzision, Geschicklichkeit, Teamarbeit und Beachtung der Sicherheitsvorschriften gefragt.
Vordere Plätze bei Gemeindewettkämpfen gelten als Qualifikation für die nächsthöheren Ebenen, Regionsentscheid, Landes- und Bundes-Feuerwehrentscheid. So etwas spornt an, und natürlich lockt die Veranstaltung auch, weil man die aktiven Kameraden aus den benachbarten Ortswehren bei dieser Gelegenheit trifft. Und man weiß, dass bei den Feuerwehren der kameradschaftliche Aspekt nicht zu kurz kommt, Gott sei Dank!

Den Wettkämpfen liegt immer eine der Realität nach empfundene Gefahrenlage zugrunde: In Isernhagen NB auf dem Schützenplatz an der Hagenstraße lautete diese am Samstag: Herstellen einer Wasserversorgung zu einer Brandbekämpfung. Dabei ist ein Hindernis zu passieren oder zu umgehen und schließlich einen Löschangriff mit drei Strahlrohren von einem Gebäude aus durch zu führen. Natürlich hatten die teilnehmenden Gruppen alles das fleißig geübt, und bei allen ging das ganz fix. Da saß jeder Handgriff perfekt, zumindest in den Augen der nicht im Feuerwehr Handwerk geschulten Beobachter. Die Richter, das waren an diesem Nachmittag die Damen und Herren im blauen Dienstanzug, die mit Argusaugen das Procedere auf dem Feld beobachteten, sahen das aber meistens ganz anders. Da hörte man dann doch Kritik wie „da waren sie nicht im Takt“, wenn es darum ging, das Ansaugrohr zusammenzusetzen. Nur bei den Kirchhorstern fanden sie kein Haar in der Suppe, da hörte sich das anders an: „Das war eine Klasse für sich“.
Diesmal gab es noch eine Zugabe von allen teilnehmenden Gruppen: Sie mussten ihr benutztes Gerät nach Zeit wieder in die Einsatzfahrzeuge verstauen, damit die Einsatzbereitschaft schnell wieder gewährleistet war. Auch das hat im Ernstfall seinen Sinn, wie man leicht nachvollziehen kann.
So siegte die Freiwillige Feuerwehr Kirchhorst auch im Jahr 2012 bei den Gemeindewettkämpfen in Isernhagen. Auf den zweiten Platz gelangte die Ortswehr Neuwarmbüchen, gefolgt von den Wehren aus Isernhagen F.B., H.B. und K.B.
Auch für die Wettkämpfe der Jugendwehren gibt es feste Regeln. Ausgehend von einer Einsatzlage war an diesem Nachmittag ein Brand zu löschen mit Durchquerung eines Tunnels und Bewältigung eines Wassergrabens. Den ersten Platz belegte die Jugendfeuerwehr Isernhagen N.B., gefolgt von den Jugendwehren aus Kirchhorst/Stelle, Isernhagen H.B., Altwarmbüchen, F.B. und K.B. Schlusslicht war in diesem Jahr der Nachwuchs aus Neuwarmbüchen. Schade war eigentlich nur, dass die Feuerwehrkameraden an diesem Nachmittag weitgehend unter sich blieben. Zuschauer waren Mangelware.