Gelungene Inszenierung

Hänsel (l., William Leide) und Gretel (Henrike Bartholomäus) warten in der ärmlichen Stube auf die Rückkehr der Eltern. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Chöre sorgten mit der Märchenoper „Hänsel und Gretel“ für leuchtende Kinderaugen

ISERNHAGEN FB (bgp). Großen Besucherandrang gab es in der großen Scheune des Isernhagenhofes zur Aufführung der Märchenoper „Hänsel und Gretel“.
Chorleiterin Anne Drechsel hatte sich mit der Aufführung der Oper in Zusammenarbeit mit den Ensemble Spatzen und Femmes Vocales einen Traum aus Kindertagen erfüllt. Sie habe in ihrer Kindheit erstmals diese Oper gehört und die wunderbare Musik habe sie auch nach ihrer aktiven Zeit als Opernsängerin nicht mehr losgelassen, so Drechsel.
Sie übernahm die Regie sowie die Gesamtleitung der Produktion und schuf gemeinsam mit ihrem Team aus Sängerinnen und Sängern sowie zahlreichen Personen, die sich rund um Requisite, Maske, Bühnenbild- und technik kümmerten, ein musikalisches Werk, das die Zuschauer faszinierte. Einige Rollen wurden doppelt besetzt, sodass deren Sänger an einem der beiden Aufführungstage zum Einsatz kamen. Musikalisch begleitet wurde die Oper von Diliana Michailov und Markus Matschkowski.
Das originelle Bühnenbild unterstrich die Handlung um die armen Geschwister Hänsel und Gretel, die auf Geheiß ihrer Stiefmutter zum Beerensuchen in den Wald gelaufen und in die Fänge der bösen Hexe geraten waren. Hinter jeder Tanne verbarg sich eine Sängerin der Femmes Vocales, die sowohl optisch als auch gesanglich einen starken Hintergrund zum Geschehen vorne auf der Bühne bildeten.
Die Ensemble Spatzen waren mit sehr viel Spaß dabei und sangen aus voller Kehle ihre Einsätze. Eine großartige Leistung legte auch die Maske hin. Opernsänger John Pickering war bis zur Unkenntlichkeit verwandelt worden und glänzte in gewohnter Manier mit der Rolle als furchterregende böse alte Hexe.
Die Kinder im Publikum blickten mit angehaltenem Atem nach vorne, doch ein kleines Mädchen war weniger beeindruckt und wisperte kichernd: „Hat die aber eine lange Nase.“ Erwachsene wie Kinder tauchten tief in die Märchenoper ein und applaudierten am Ende reichlich zur glücklichen Wiedervereinigung der Familie und die Entzauberung der Lebkuchenkinder.