Freiwillige Feuerwehr Altwarmbüchen blickt auf ein "Stürmisches Jahr"

Gemeindebrandmeister Clive von Plehn überreichte die Ehrungen für 60 Jahre Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr an Friedhelm Buchholz (l.), Ludwig Henke (2. v. r.) und Günter Plate (r.). (Foto: Bettina Garms-Polatschek)
 
Beförderungen bei der Feuerwehr Altwarmbüchen (v.l.): Claudia van Veen, Michael Meinhardt, Pascal-Bethusy Huc, Timo Gerlich, Kathrin Gawert, Sergej Schwagerus, Florian Werner. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Verkehrssituation ist prekär für Einsätze im Gewerbegebiet Opelstraße

ALTWARMBÜCHEN (bgp). Der Umzug in das neue Feuerwehrgerätehaus war der Höhepunkt für die Freiwillige Feuerwehr Altwarmbüchen, doch darüber hinaus hatte diese ein sehr stürmisches Einsatzgeschehen in 2016.
Mit 124 Einsätzen lagen 48 Einsätze mehr als im Vorjahr hinter den Feuerwehrkameraden. Besonders belastend war ein schwerer Verkehrsunfall mit Todesfolge, zu dem die Wehr gerufen wurde. Ortsbrandmeister Marc Perl hatte einen langen Bericht vorzutragen, denn 2015 war mehr als turbulent für die Kameradinnen und Kameraden der Altwarmbüchener Wehr, sowohl was die Zahl als auch die Art der Einsätze betraf.
Allein 36 Mal von insgesamt 75 technischen Hilfeleistungseinsätzen rückte die Feuerwehr aus, um nach mehreren heftigen Stürmen umgestürzte Bäume zu beseitigen. Besondere Herausforderungen für das neue Jahr erwarten die Feuerwehr im Gewerbegebiet Altwarmbüchen.
Mit der Eröffnung der Möbelhauses Höffner entwickelte sich schon in den ersten Tagen und an einem verkaufsoffenen Sonntag ein Stau, der die Einsatzfahrzeuge im Notfall massiv behindern würde. Marc Perl mahnte dringend eine Verbesserung der Verkehrsführung an.
Mit einer Portion Humor gewürzt trug der Ortsbrandmeister seine weiteren Anliegen vor. Da die Feuerwehr Altwarmbüchen nun ein neues Feuerwehrgerätehaus habe, helfe man gerne den „Notleidenden“ und stelle einen Raum für Sitzungen zur Verfügung. Mittlerweile sei das Gerätehaus weitgehend gemäß der Leistungsbeschreibung ausgestattet, für die Küche wünsche sich der Ortsbrandmeister jedoch neues Geschirr.
Diese verfüge über zwei neue Geschirrspüler, das Geschirr selbst sei aber noch aus der "Bronzezeit". Wenn bei einer Großschadenslage der Krisenstab versorgt werden müsse, brauche man dort noch eine Lösung. Marc Perl äußerte mit Blick auf die Erhaltung des Fitnesszustandes der Feuerwehrleute den Wunsch, von der Gemeinde finanzielle Unterstützung für das Training im Fitness-Studio zu bekommen: „Ob dann dabei eine fifty-fifty Lösung rumkommt oder nur ein kleiner Beitrag, wichtig ist: Man kann noch weitere Möglichkeiten finden, um die Fitness der ehrenamtlichen Helfer zu unterstützen beziehungsweise zu fördern".
Ganz oben auf der Wunschliste der Freiwilligen Feuerwehr steht ein Übungsgelände. Eine Fläche mit einem Übungsturm für Leiterübungen aller Art und eine Grube zum Nachstellen von Tiefbauunfällen wäre ebenso hilfreich wie eine Vorrichtung zum Einspannen von Leitplankenteilen, um das Zerschneiden zu üben.
Für ihre 60-jährige Zugehörigkeit zur Feuerwehr wurden Friedhelm Buchholz, Ludwig Henke und Günter Plate durch den Gemeindebrandmeister Clive von Plehn geehrt. Pascal Bethusy-Huc, Ann-Kathrin Gawert, Timo Gerlich und Florian Werner wurden zum Feuerwehrmann beziehungsweise -frau ernannt. Michael Meinhardt bekam den Rang des Oberfeuerwehrmannes verliehen, Claudia van Veen wurde zur Oberfeuerwehrfrau und Björn van Veen zum Oberbrandmeister ernannt. Sergej Schwagerus wurde in die Einsatzabteilung aufgenommen, er hat die Truppmann-I-Ausbildung erfolgreich bestanden.