Förderung für „Wärme to go“

Bundesumweltministerium fördert Aha-Projekt

ISERNHAGEN (r/bs). Die SPD-Bundestagsabgeordneten Caren Marks und Matthias Miersch zeigen sich hoch erfreut, dass im Rahmen des Förderaufrufs „Kommunale Klimaschutz-Modellprojekte“ der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) das Projekt „Wärme to go!“ des Zweckverbands Abfallwirtschaft der Region Hannover (Aha) gefördert wird. Gesucht wurden modellhafte Beiträge, die einen wesentlichen Beitrag zur Minderung jährlicher Treibhausgasemissionen leisten.
„Wir freuen uns sehr, dass das Bundesumweltministerium (BMUB) das Projekt, Wärme to go‘ fördern wird“, so die beiden Abgeordneten. Mit dem Titel: ,Wärme to go! Nachhaltiger Kreislaufansatz zur Nutzung von Abwärme aus der Restmüll-Biomasse-Verstromung durch Einsatz elektromobil zirkulierender Latentwärmespeicher‘ hatte sich Aha im vergangenen Jahr am Förderaufruf des BMUB beteiligt und wird nun in den kommenden Tagen den Zuschlag erhalten. „Die Zuwendung für das Projekt beträgt 1.409 Millionen Euro bei einer Gesamtlaufzeit vom 1. Februar 2017 bis 31. Januar 2020. Das sind 80 Prozent der Gesamtkosten“, so Marks und Miersch weiter.
Bei dem Projekt wird das bei Gärprozessen auf der Deponie in Hannover-Lahe entstehende klimaschädliche Methan in Blockheizkraftwerken verstromt. Von der dabei gewonnenen Wärme wird ein Teil für die eigenen Betriebsstätten genutzt.
Um die restliche Wärme ebenfalls zu nutzen, soll die Wärme per Container die fünf Kilometer von der Deponie zum Schulzentrum Altwarmbüchen gefahren und dort in die Heizungsanlage eingespeist werden. Der Energieverlust auf der Deponie wird so vermieden, im Schulzentrum kann der Einsatz von Erdgas verringert werden.
Ziel der Förderung ist es, den Einsatz bester verfügbarer Techniken und Methoden für den Klimaschutz voranzutreiben. „Die Kommunen und ihre Partner gehören zu unseren wichtigsten Verbündeten im Kampf gegen den Klimawandel. Mit dem Förderprogramm werden Kommunen nun dabei unterstützt, die nächsten Schritte in Richtung Klimaneutralität zu gehen“, so die beiden Bundestagsabgeordneten abschließend.