Feuerwehr Altwarmbüchen hebt Stadtbahn TW 3000 an

Für den Notfall vorbereitet: 28 Einsatzkräfte der Schwerpunktfeuerwehr Altwarmbüchen übten das Anheben der Stadtbahn, um für den Ernstfall gerüstet zu sein. (Foto: Philipp Suppan/Feuerwehr Altwarmbüchen)

Außergewöhnliche Notfallübung der Schwerpunktfeuerwehr

ALTWARMBÜCHEN (r/bs). Am Dienstag war es endlich soweit: Die üstra konnte einen Wagen der neuen Stadtbahn vom Typ TW 3000 kurz auf ein Abstellgleis stellen, damit 28 Einsatzkräfte der Schwerpunktfeuerwehr Altwarmbüchen an diesem einen Hilfeleistungseinsatz mit Menschengefährdung simulieren konnten.
Seit 2006 fährt die Stadtbahn der üstra AG bis nach Altwarmbüchen. An den bisherigen Stadtbahnen konnten die Helfer der Feuerwehr Altwarmbüchen bereits zweimal das Anheben einer Stadtbahn üben. Dies ist immer dann notwendig, wenn sich Personen unter der Stadtbahn befinden.
Bereits vor einer Woche gab es im Feuerwehrhaus eine theoretische Einweisung durch den stellvertretenden Ortsbrandmeister Philipp Suppan in die einzelnen Typen der Stadtbahnen und wie man im Einsatzfall vorgeht, um Menschen zu befreien und vor allem, welche Gefahren bei einem Einsatz an einer Stadtbahn beachtet werden müssen. Dazu gehört vor allem die Gefahr der Elektrizität im Bereich der Oberleitung.
Ortsbrandmeister Marc Perl nutzte seinen beruflichen Dienstweg beim seinem Arbeitgeber üstra AG um eine Vorstellung des neuen TW 3000 zu organisieren. Am 06.09.2016 war es endlich soweit.
Stadtbahnfahrer Carsten Erfurt, selbst Mitglied einer Freiwilligen Feuerwehr, erklärte, wie z. B. die Türen im Notfall geöffnet werden können, wie die Seiten- und Frontschürzen geöffnet werden können und vor allem, an welchen Punkten die Stadtbahn angehoben werden kann und was dabei beachtet werden muss.
Auf die Theorie folgte sogleich auch die Praxis: Mit den vorhandenen Einsatzmitteln, welche auf dem Hilfeleistungslöschfahrzeug und Rüstwagen verlastet sind, wurde der TW 3000 erfolgreich angehoben, unterfüttert und wieder sicher auf die Schienen abgelassen.
Dabei gab es auch noch viele weitere Tipps, auch in Bezug auf noch weitere zu beschaffende Einsatzmittel wie z. B. flachere Hydraulikheber. Damit kann eine sehr schnelle Menschenrettung, eine sog. Crash-Rettung, im Bereich von Straßenkreuzungen vorgenommen werden.
Am Ende bedankte sich Ortsbrandmeister Perl für die Möglichkeit an einer neuen Stadtbahn das Anheben üben zu dürfen. Dann rollte der TW 3000 auch schon wieder los - in den Fahrbetrieb.