Es kommt Bewegung in das Zentrum von Altwarmbüchen

Ganz nah am Rathaus und doch ein wenig versteckt hinter dem dichten Bewuchs von Bäumen und Stäuchern: die Katholische Heilig Kreuz-Kirche, die stark sanierungsbedürftig ist. (Foto: Renate Tiffe)

Am Platz der katholischen Kirche soll ein Supermarkt entstehen

ALTWARMBÜCHEN (ti). Seit Jahren steht die Entwicklung des Zentrums von Isernhagen in der Altwarmbüchener Ortsmitte immer einmal wieder auf der politischen Agenda. Angesichts der engen Bebauung und der Eigentumsverhältnisse dort schien jede Lösung in weiter Ferne. Jetzt endlich kommt Bewegung in das Thema. Die katholische Heilig Kreuz Kirche soll auf einem benachbarten Grundstück neu gebaut werden.
Was lange angestrebt wurde, rückt jetzt in den Bereich des Möglichen. Auf dem Platz der katholischen Kirche soll sich ein Supermarkt ansiedeln. Die Gespräche sowohl mit dem Bistum Hildesheim als Eigner der Kirche als auch mit Vertretern von Einzelhandelsketten sind jetzt soweit gediehen, dass die ersten planungsrechtlichen Schritte ins Auge gefasst werden können.
Im Februar dieses Jahres hatte sich die katholische Kirche bereit erklärt, das Grundstück freizugeben unter der Voraussetzung allerdings, dass ein Flächentausch stattfinden soll. Die Kirche legte Wert darauf, weiter in der Ortsmitte von Altwarmbüchen ansässig zu sein. Die Grundstücke Bothfelder Straße 22 und Königsberger Straße 2a sollen dafür zur Verfügung gestellt werden. Wegen der andersartigen Nutzung ist jetzt zunächst die Aufstellung eines neuen Bebauungsplanes notwendig.
Relativ ungerührt befasste sich als erstes der Ortsrat von Altwarmbüchen mit der neuen Lage. Von der Seite der „Grünen“ wurde betont, dass dies nur ein erster Schritt zur Entwicklung des Zentrums sein könne. Das Problem sei nicht gelöst. Moniert wurde, dass es ein sehr großes Grundstück sei, das für den Tausch angeboten werde.
Dagegen hob der Sprecher der CDU hervor, wie erfreulich der Fortschritt sei. „Wir haben uns das immer gewünscht“. Erfreut hatte sich auch der Vertreter der Verwaltung gezeigt, der den Plan vorstellte. „Wir haben es geschafft“. Versteht sich, dass der Ortsrat, der nur eine beratende Funktion hat, sich einstimmig für die Änderung des Bebauungsplanes aussprach.
Den Anstoß zur Veränderung hatten die vorbereitenden Untersuchungen für die Beantragung von Städtebauförderungsmitteln durch die Gemeinde Isernhagen gegeben. Es hatte sich herausgestellt, dass ein Vollsortimenter unverzichtbar sei für die Belebung der Ortsmitte. Ein hoher Bedarf wurde festgestellt. Angedacht war jedoch immer eine Ausdehnung des Zentrums in Richtung der Hannoverschen Straße. Jetzt ergibt sich eher eine Ausrichtung nach Osten.
Die Zeitplanung der Gemeinde sieht vor, dass sich die politischen Gremien im Frühjahr 2014 mit dem Vorentwurf befassen werden. Zeit braucht auch die katholische Kirche, die zuerst den Neubau errichten muss, bevor sie das alte Gebäude verlässt, das stark sanierungsbedürftig gewesen wäre. Geplant ist die Neuerrichtung des Gotteshauses für das Frühjahr 2015. Im Herbst soll der bisherige Platz geräumt sein. Wie es heißt, sind in der katholischen Heilig Kreuz-Gemeinde schon heftig Überlegungen und Planungen im Gang. Es soll sich um den ersten Neubau im Bistum Hildesheim seit 20 Jahren handeln.