Eltern wollen Gymnasium und Integrierte Gesamtschule

Das Schulzentrum in Isernhagen. Der Standort für eine künftige IGS in der Gemeinde ist noch völlig offen. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Gemeindeverwaltung soll die Möglichkeiten ausloten

ISERNHAGEN (bgp). Einvernehmen herrschte im Schulausschuss der Gemeinde Isernhagen über die Deutlichkeit des Elternwillens nach der Befragung zur Schullandschaft in der Gemeinde. Die Zahlen sprächen für sich und müssten einen Prüfauftrag zur Errichtung einer IGS nach sich ziehen, dem konnten sich auch Gegner einer Gesamtschule nicht mehr entziehen.
Mit einer Beteiligung von 47,3% (790 von 1670 verschickten Fragebögen) wird die Elternbefragung zur Schullandschaft in Isernhagen als repräsentativ erachtet. Bei der Entscheidung, welche Variante die Eltern der Kinder im Alter von 3 bis 10 Jahren vorziehen, ergab sich ein eindeutiges Votum von 66,58% für die Variante III mit einer Kombination aus IGS und Gymnasium.
Zur Wahl standen noch das klassische dreigliedrige Schulsystem aus Haupt-, Realschule und Gymnasium (27,47%) sowie als zweite Variante Oberschule und Gymnasium (5,95%).
Wenn die Eltern sich für Variante III entschieden hatten, sollten sie angeben, an welche Schulform sie ihre Kinder anmelden würden. Demnach entschieden sich 58,55% für die Anmeldung an einer Integrierten Gesamtschule, 30,61% würden ihre Kinder am Gymnasium anmelden, 10,84% gaben keine Entscheidung an. In der Nachbarkommune Burgwedel fiel die Entscheidung noch deutlicher aus.
Auf ihrer jüngsten Sitzung haben die Mitglieder des Schul-, Kultur- und Sportausschusses daraus die Konsequenzen gezogen und einstimmig die Gemeindeverwaltung mit der Prüfung zur Einführung einer IGS zum Schuljahr 2015/16 beauftragt.
Es soll einerseits ermittelt werden, inwieweit Isernhagen eigenständig eine IGS einführen kann, eine Option, die nach der aktuellen Gesetzeslage durchaus realistisch ist. Andererseits wäre eine Kooperation mit der Stadt Burgwedel gerade im Hinblick auf den Gebäudebestand sinnvoll, auch dahingehend wird die Prüfung erfolgen.
Den Abschluss des Prüfverfahrens und die Einführung einer IGS zum Schuljahr 2015/16 wird im Ausschuss zwar als „ehrgeizig“ angesehen, die Verwaltung hält den Zeitraum jedoch für realistisch. Die Diskussion um die IGS wird vor allem in Hinblick auf den Standort interessant bleiben, gerade wenn eine Kooperation mit Burgwedel angestrebt wird. Die Entscheidung, wie die Schullandschaft in Isernhagen zukünftig aussehen wird, trifft dann die Landesschulbehörde.