Ehrenpreis der Bürgerstiftung für Barbara Schindewolf-Lensch

Der Ehrenpreis sei zugleich eine Anerkennung für ihre Mitstreiter, sagte Barbara Schindewolf-Lensch in ihrer Dakesrede. (Foto: Renate Tiffe)

Auszeichnung für das Engagement beim Helfernetzwerk für Flüchtlinge

ALTWARMBÜCHEN (ti). Im Rahmen der Jahresabschlussveranstaltung 2014 wurde Barbara Schindewolf-Lensch mit dem Ehrenpreis der Bürgerstiftung für bürgerschaftliches Engagement ausgezeichnet. Die Isernhagener Ärztin ist Leiterin des Helfernetzwerkes für Flüchtlinge, Asylsuchende und andere Bedürftige in der Gemeinde.
Sie gehörte zur Gruppe der Bürgerinnen und Bürger, die sich spontan bereit erklärten mitzumachen, als die Bürgerstiftung Ende 2013 zu einem Helfernetzwerk aufrief. Seitdem hat sich viel getan, um das Leben der Zuwanderer in der Gemeinde zu erleichtern, 160 Personen sind es zur Zeit, und es werden ständig mehr. Das Helfernetzwerk, das zur Zeit 15 Aktive zählt, habe sich zu einer Art Knotenpunkt für Kontakte und die Starthilfe entwickelt, betonte der Vorsitzende der Bürgerstiftung, Dr. Joachim Wegener bei der Verleihung des Preises.
Abgesehen von der informellen medizinischen Hilfe, welche die Internistin sozusagen „nebenher“ leistet, gibt es schon länger einen Flyer in sieben Sprachen mit dem den Flüchtlingen und Asylbewerbern fürs erste die wichtigsten Daten in der Gemeinde vermittelt werden. „Erste Hilfe“ wird für die Neuankommenden ermöglicht und Sprachkurse von kompetenten Lehrern werden angeboten. Bei alledem arbeitet das Helfernetzwerk eng mit der Gemeinde zusammen. Aber ohne den Einsatz der Ehrenamtlichen wäre vieles in der entgegenkommenden Versorgung nicht zu schafffen. Der Ehrenpreis sei zugleich eine Anerkennung für ihre Mitstreiter, sagte Barbara Schindewolf-Lensch in ihrer Dakesrede. Zu helfen, wo die professionelle öffentliche Hilfe an ihre Grenzen stößt, sei ihr ein persönliches Anliegen. - Am 17. Dezember 2013 hatte die Gründung des Vereins Helfernetzwerk stattgefunden, seit dem 30. Januar 2014 ist sie dessen Sprecherin.
Mittlerweile zieht die Arbeit des Isernhagnener Helfernetzwerkes auch weitere Kreise. Kürzlich war die Isernhagenerin zusammen mit der Pressesprecherin des Vereins, Beate Roßbach, nach Berlin gereist. Die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration hatte eingeladen.