„Du bleibst einer von uns"

Tankmar Eisfeld entstieg dem Löschfahrzeug „Emma“ und erlebte eine große Überraschung. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)
 
Zur Erinnerung bekam der scheidende Ortsbrandmeister Tankmar Eisfeld (l., r. daneben Ehefrau Bettina) eine stabile Gartenbank „zum Dank für zwölf Jahre Ortsbrandmeister“ von seinen Kameraden geschenkt. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Berührende Abschiedsfeier für den scheidenden Feuerwehr-Chef Tankmar Eisfeld

ISERNHAGEN N. B. (bgp). Ortsbrandmeister Tankmar Eisfeld hatte zwar geahnt, dass die Kameradinnen und Kameraden seiner Wehr „etwas vorhaben", die Überraschung war dennoch perfekt, als das gesamte Fahrzeugaufgebot der Ortswehr N. B. vor seinem Haus Stellung bezog.
Am letzten offiziellen Diensttag wurde der Feuerwehr-Chef samt Familie von seiner Mannschaft im 76 Jahre alten Oldtimer "Emma" mit Blaulicht und Martinshorn zum Feuerwehrgerätehaus chauffiert. Was ihn dort erwartete, verschlug ihm die Sprache.
Rund hundert Gäste aus „seiner Wehr", Vertreter der Nachbarwehren und Freunde empfingen ihn in der geschmückten Fahrzeughalle zur Verabschiedung nach 12 Jahren Dienst als Ortsbrandmeister.
Ralph Henke, Stellvertreter von Eisfeld, hatte mit den Kameradinnen und Kameraden und der Familie heimlich die Feier vorbereitet. Mit von der Partie waren auch Gemeindebrandmeister Clive von Plehn und Brandabschnittsleiter Horst Holderith, früherer Ausbilder von Eisfeld.
Die Redner waren des Lobes voll über den scheidenden Ortsbrandmeister, der im März 1993 in die Freiwillige Feuerwehr Isernhagen N. B. eintrat und 1999 die Führung der Jugendfeuerwehr übernahm. Am 2. Juli 2005 wurde er Nachfolger von Ortsbrandmeister Fritz-Gerald Thies und blieb bis zur offiziellen Beendigung des Dienstverhältnisses am 1. Juli 2017 um 00.00 Uhr im Amt. Tankmar Eisfeld hatte bei den letzten Wahlen zum Ortsbrandmeister nicht mehr kandidiert und bekam mit Stefan Wucherpfennig einen Wunschkandidaten als Nachfolger.
„Du bist ein Feuerwehrmann durch und durch, das hat dich vom ersten Tag an ausgemacht“, würdigte Wucherpfennig das langjährige Engagement seines Vorgängers und dessen Fähigkeit, andere für den Feuerwehrdienst zu begeistern. So seien viele, die unter Eisfeld in die Jugendfeuerwehr gekommen seien, heute noch dabei.
Ralf Henke warf launig ein, dass "Fritze" Thies damals bei der Nachfolgersuche auf Eisfeld zugekommen sei: "Mach´ du doch den Ortsbrandmeister, da hast du nicht so viel zu tun wie beim Jugendfeuerwehrwart." Großes Gelächter der Gäste folgte, als Henke durchblicken ließ: "Das hat wohl nicht so hingehauen." Clive von Plehn lobte die "Gradlinigkeit und Zielstrebigkeit" von Tankmar Eisfeld. "Du bist ein Synonym für Kameradschaft, Verantwortungsbewusstsein und Führungsbereitschaft", hob der Gemeindebrandmeister hervor. Damit habe Eisfeld auch bei der Gemeindeführung öfter einmal Forderungen im Sinne der Ortswehr Nachdruck verliehen.
Der Geehrte reagierte mit Bescheidenheit auf so viel Lob: „Ich bin tief bewegt und gerührt. Für mich war das alles ganz normal." Eisfeld betonte, wie wichtig es ihm sei, dass alle gemeinsam und „immer wir zusammen" gearbeitet hätten, verbunden mit dem Dank für die Kameradschaft und das Miteinander.
Zu viel Abschied sollte es am Ende doch nicht sein, da Eisfeld der Wehr trotzdem weiter erhalten bleibt. So mag der neue Ortsbrandmeister Stefan Wucherpfennig den Gästen aus der Seele gesprochen haben: "Du wirst einer von uns bleiben, darauf freue ich mich!"