Diskussionsbedarf zum Straßenausbau in Isernhagen NB und HB

Der Knotenpunkt an der L381/K325 ist nicht mehr leistungsfähig genug und gilt schon lange als Unfallschwerpunkt. 2018 soll die Straßenverbindung als Kreisverkehrsplatz mit einem Durchmesser von 26 Metern ausgebaut werden. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Ein Beitrag von Bettina Garms-Polatschek - Landesbehörde für Straßenbau sieht dringenden Handlungszwang

ISERNHAGEN (bgp). Der Bau eines Kreisverkehrsplatzes am Knotenpunkt L381/K325 und die vorgesehene Fahrbahnsanierung in den Altdörfern sorgt in Isernhagen für Diskussionen. Vor Ortsratsmitgliedern und Vertretern des Bau- und Planungsamtes präsentierte jetzt die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr öffentlich ihre Planung.
Seit Jahren sei der Knotenpunkt an der Abzweigung von Isernhagen NB und HB nach Langenhagen nicht mehr leistungsfähig genug. Dieser gelte als Unfallschwerpunkt, Einbieger aus Richtung Langenhagen seien besonders häufig davon betroffen, betonte Heike Bade von der Landesbehörde für Straßenbau die Dringlichkeit, an diesem Standort einen Kreisverkehrsplatz einzurichten. Fußgänger sollten dadurch sicherer die Fahrbahn überqueren können, Radfahrer würden dann laut Straßenverkehrsordnung auf der Fahrbahn durch den Kreisel geführt werden müssen, allerdings ohne separaten Schutzstreifen.
Die geringe Geschwindigkeit des Autoverkehrs innerhalb des Kreisels ermögliche die Führung des Radverkehrs ohne Schutzstreifen, auch wenn der Platz begrenzt sei, hielt Bade möglichen Bedenken entgegen.
Die Grundfläche des Kreisverkehrsplatzes ist auf 26 Meter Durchmesser beschränkt, im Mittelpunkt werde eine Grünfläche eingerichtet, die von einem gepflasterten Ring umgeben sei, welcher von sehr großen Fahrzeugen mit befahren werden könne. Selbst Gigaliner oder landwirtschaftliche Fahrzeuge hätten laut Bade so genügend Platz, um den Kreisel zu durchfahren.
Die Pläne zum Ausbau des Kreisverkehrsplatzes wurden von den Ortsräten zunächst zur Kenntnis genommen. Offen blieb jedoch, wie sich die Verkehrsführung während der fünfmonatigen Bauphase im Jahr 2018 gestalten und ob es zeitliche Überschneidungen mit einem weiteren Bauprojekt in den Altdörfern geben wird.
Während in Isernhagen FB und KB der Ausbau der Fahrbahn voranschreitet, soll in 2017 die Sanierung der Fahrbahn im Verlauf der L381 erfolgen. Von der Ampelkreuzung Richtung Isernhagen-Süd über NB und HB nach Großburgwedel stehen Sanierungsarbeiten an, deren Ausmaß noch nicht absehbar ist.
Fest steht nur, dass die Sanierung erfolgen wird, unklar ist noch, ob lediglich die Fahrbahn oder gar der Unterbau erneuert werden muss. Dieses werde mit einer noch anstehenden Untersuchung geprüft, betonte Heike Stephan von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr.
Mit der Fahrbahnsanierung wird sich auch die Führung des Radverkehrs ändern. Auf der Ostseite der Ortsdurchfahrt werde laut Straßenverkehrsordnung der Radverkehr in Richtung Großburgwedel auf der Straße geführt werden müssen.
Der Sicherheitsabstand könne wegen der schmalen Straße nicht eingehalten werden, daher sei ein markierter Schutzstreifen notwendig, so Heike Stephan. Gegenläufiger Radverkehr auf dem Gehweg durch die Ortschaften HB und NB sei dann nicht mehr gestattet, da dieser zu schmal sei.