Die neue Begegnungsstätte am Isernhagenhof

Der „coro di mattina“ bei seiner ersten Chorprobe am Mittwochvormittag in der neuen Begegnungsstätte. (Foto: Renate Tiffe)

Isernhagener Chöre sind die ersten Nutzer – Kunstschule folgt später

ISERNHAGEN (ti). Vier Jahre lang hat das Wohnhaus des ehemaligen Ebelinghofes leergestanden. Im Besitz der Gemeinde befand es sich seit Mitte der 1990er Jahre, nachdem die Kommune schon Jahre zuvor die Scheune – heute die Kulturstätte Isernhagenhof - erworben hatte. Jetzt ist das Erdgeschoss des denkmalgeschützten Gebäudes innen zur Begegnungsstätte umgebaut worden. Demnächst wird dort auch die Kunstschule einziehen. Aus der Kulturstätte Isernhagenhof ist dann ein Kulturzentrum in FB entstanden.
Zuerst ist das Haus an der Dorfstraße 68 a, vermutlich ein Bau der Jahrhundertwende, entkernt worden. Seit März waren dort die Handwerker tätig. Wegen der statischen Anforderungen sind viele Stahlträger neu eingesetzt und im Bereich der Kunstschule ist eine Betondecke eingezogen worden. Erhalten geblieben ist der Wintergarten neben Fenstern und Türen, die nicht verändert werden durften. Entstanden ist außer dem Bereich zum Hof hin für die Kunstschule ein 56 Quadratmeter großer, lichter Raum, der als neue Begegnungsstätte in FB dienen soll. Mit der Küche, einem kleineren Raum für Schulungen und den Lagerräumen eröffnen sich viel mehr Möglichkeiten als bisher.
Zwei Chöre und die Seniorengruppe sollen dort Aufnahme für regelmäßige Treffen finden, der Ortsrat und die Jagdgenossenschaft werden dort tagen und die Freiwillige Feuerwehr ihre Jahreshauptversammlungen abhalten. „Das Haus wird unsere schönste Begegnungsstätte sein“, mutmaßt Ralf Henneberg, zuständig für die Seniorenarbeit in der Gemeinde und auch für den Umzug in das neue Domizil. Der barrierefreie Zugang zu den Räumlichkeiten ist durch einen Lift gewährleistet.
Schon jetzt haben der Farster Chor und der „coro di mattina“ ihre ersten Übungsstunden im Haus absolviert. Strahlende Gesichter gab es beim Vorsitzenden Jürgen Sladeczek und bei Chorleiter Hartmut Nemitz, der den Vormittagschor am Mittwoch leitet. Viele der Mitglieder haben vor dem Umzug mitgeholfen.
Trotz mancher unvorhergesehenen Arbeiten kann die für den Umbau bereitgestellte Summe von 260.000 Euro eingehalten werden, betonte Thomas Kiesewetter vom Amt für Gebäudewirtschaft und Liegenschaftsunterhaltung (AGL).
Er führte durch das Haus und zeigte auch das Obergeschoss, das noch ausgebaut werden muss und dann vermietet werden soll – allerdings nicht mehr an Privatpersonen. Eine Wohnnutzung und die Öffentlichkeit einer Begegnungsstätte passten nicht zusammen, meinte Bürgermeister Arpad Bogya. Die Rundbogenfenster und die schön gestalteten Türen verleihen den noch unfertigen Räumlichkeiten oben einen nicht zu übersehenden Charme.
Mit dem Auszug der Kunstschule wird dann die Alte Schule weitgehend leerstehen. Die Immobilie mit der Adresse Dorfstraße 24 soll verkauft werden. Noch ist aber nicht geklärt, was mit dem Spielplatz und dem Bolzplatz werden soll und für die Feuerwehr muss eine Übergangslösung gefunden werden, bis ein neuer Standort zur Verfügung steht. Mit Interessenten für die Alte Schule werde bereits verhandelt, sagte Bogya.