Daumen drücken für den Sieg im Schülerwettbewerb

Lukas Liedtke (hinten rechts) war bereits Gewinner und unterstützt die Schüler/innen in diesem Jahr bei ihrem Projekt. (Foto: Dana Noll)
 
Die Fünftklässler der IGS Isernhagen lernen den richtigen Umgang mit der Kamera. (Foto: Dana Noll)

IGS´ler Isernhagen nehmen am Panasonic Filmwettbewerb „Kid Witness News“ teil

ISERNHAGEN (dno). Das scheinbar Unmögliche soll in 2017 möglich werden! Zum dritten Mal in Folge möchten die Schüler/innen der IGS Isernhagen den Sieg beim internationalen Schülerfilmwettbewerb von Panasonic holen.
Der “KWN - Kid Witness News” - Award wurde vor 20 Jahren von Panasonic ins Leben gerufen. Inzwischen sind es jährlich mehr als 10.000 Schüler/innen aus über 523 Schulen und 23 Ländern, die mit Filmen zu gesellschaftspolitischen Themen in den Wettbewerb gehen. „Warum nicht, es hat schon zweimal geklappt, warum nicht noch ein drittes Mal?“, so Monika Dehmel, vom Verein Politik zum Anfassen e.V., der auch in diesem Jahr wieder den Schüler/innen engagiert zur Seite steht.
Unterstützung gibt es auch von Seiten der Lehrerschaft: „Wir freuen uns, dass über Altersgrenzen hinweg an einem Projekt gemeinsam gearbeitet wird. Die Schüler/innen lernen viel dazu und das wirkt sich auch positiv auf den Unterricht aus. Die Herausforderung besteht diesmal darin, den Großteil der Arbeit an einem Tag zu erledigen“, so Jens Könecke, Schulleiter IGS Isernhagen.
Der stramme Zeitplan orientiert sich an dem „besonderen Besuch“ in diesem Jahr. Die Verantwortliche des Projektes bei Panasonic, Yoko Oshima, ist mit einem 3-köpfigen Team plus einer Übersetzerin und einem Dokumentarfilmer extra aus Japan angereist, um eine Doku über die Schüler/innen bei ihrem Filmdreh zu machen. „Das ist ganz interessant, die Crew aus Japan filmt die Fünftklässler, wie sie filmen“, so Monika Dehmel.
Auch das Fernsehen aus Hannover, H1, ist vor Ort, um ebenfalls einen kleinen Infofilm zu drehen. Dies nicht ohne Grund, denn H1-Azubi Lukas Liedtke ist nicht nur Ex-Realschüler aus Isernhagen, sondern war auch wesentlich an dem Erfolg des preisgekrönten Films 2014 beteiligt.
„Ich unterstütze die Schüler/innen gerne und kann mich noch genau an meine Zeit in Singapur erinnern“, so Liedtke. Vor zwei Jahren gewann der Film über den Circus Mulan im Bundeswettbewerb. Für den Realschüler hieß es dann, „Koffer packen und ab nach Singapur!“ Hier erlebte Lukas Liedtke eine aufregende Zeit und sammelte viele interessante Eindrücke.
Mit einem Mädchen aus Malaysia, die ebenfalls für ihr Land am Wettbewerb teilnahm, steht er auch heute noch in Kontakt. Bis dahin wusste der Realschüler noch nicht ganz genau, wohin ihn sein beruflicher Weg führen soll. „Mit der Arbeit an dem Film und meine Reise zum internationalen Wettbewerb, habe ich Lust auf die Arbeit beim Fernsehen bekommen!“
Seit August hat er daher eine Ausbildung zum Mediengestalter Bild und Ton beim Sender H1 in Hannover, gestartet. „Es macht großen Spaß und man lernt viele Orte, Menschen und interessante Themen kennen. Es bietet Abwechslung und Routine zugleich. Und wenn der Film fertig ist, ist das ein unbeschreibliches Gefühl“, so Liedtke.
In diesem Jahr dreht sich der Film um die Freiwillige Feuerwehr in Isernhagen und deren ehrenamtlichen Einsatz. In gut 3 Minuten müssen Emotionen und Informationen verpackt werden. Das erfordert eine gute Vorbereitung, Absprache und vor allem Teamwork. Dann geht es ans Filmen, Sichten, Schneiden und Nachdrehen, wenn nötig.
Nach der Abgabe, bis spätestens Ende Januar 2017, fiebern die 21 Fünftklässler dem Ergebnis entgegen. Im Mai fällt dann die Entscheidung im Bundesausscheid. Die Erstplatzierten dürfen dann nach Tokio zum internationalen Contest fahren und kehren dann - eventuell - mit einer nagelneuen Spiegelreflexkamera und ganz viel „Ruhm und Ehre“ nach Isernhagen zurück!