Das neue Feuerwehrhaus der Stützpunktfeuerwehr Altwarmbüchen wurde eingeweiht

Clive von Plehn (r.) überreichte feierlich den roten Schlüssel an Marc Perl. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)
 
Bernhard Schmidt (vorne r.) übergab zur Einweihung ein weiteres Expemplar für die Helmsammlung der Altwarmbüchener Feuerwehr an Marc Perl. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Feierlicher Empfang mit Schlüsselübergabe bereitete allen Beteiligten große Freude

ALTWARMBÜCHEN (bgp). Grund zur Zufriedenheit gab es in der Bernhard-Rehkopf-Straße unter den Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Altwarmbüchen. Das kürzlich fertiggestellte Feuerwehrhaus wurde feierlich eingeweiht und offiziell seiner Bestimmung übergeben.
Von den hitzigen Debatten um die Standortfrage vergangener Tage war nichts mehr zu spüren. Vertreter der Feuerwehr und der Gemeinde Isernhagen waren sich einig, dass die „unendliche Geschichte“ mit der Fertigstellung und Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses nun ein gutes Ende gefunden habe. Gemeindebürgermeister Arpad Bogya betonte, dass die Einhaltung der Hilfsfristen letzten Endes den Ausschlag für die Wahl eines Neubaus am alten Standort gegeben habe. Von den ersten Ideen bis zur Fertigstellung sei es ein weiter Weg gewesen. Regionsbrandmeister Karl-Heinz Mensing brachte den langen Prozess der Planung und Errichtung des Feuerwehrhauses auf den Punkt: „Entscheidend ist, was dabei herauskommt.“ Gemeindebrandmeister Clive von Plehn bezeichnete das Feuerwehrhaus als unverzichtbare Infrastruktur für die Bevölkerung zum Schutz der Menschen und der Sachgüter. „Mit dem erreichten Ergebnis können wir mehr als zufrieden sein“, verdeutlichte dieser den hohen Standard des neuen Gebäudes und erläuterte zum Vergleich noch einmal die festgestellten Mängel des alten Feuerwehrhauses. In Zeiten knapper Mittel sei der Neubau trotzdem die richtige Entscheidung gewesen.
Bereits im Jahr 2000 wurden einige Neubauten in der Gemeinde festgelegt, unter anderem das Feuerwehrhaus in Altwarmbüchen. Nach langem Suchen für den richtigen Standort fiel 2013 die Entscheidung, am alten Standort an der Bernhard-Rehkopf-Straße das alte Gebäude abzureißen und neu zu bauen. Ende 2013 wurde der Bauwerksvertrag mit der Firma Fechtelkord und Eggersmann unterzeichnet, nach Abgabe des Bauantrags im April 2014 erfolgte im Januar 2015 die Baugenehmigung. Im Dezember 2014 zog die Feuerwehr Altwarmbüchen übergangsweise in den alten Betriebshof der Gemeinde Isernhagen. Im Januar 2015 wurde das alte Feuerwehrhaus abgerissen, im März begannen die Fundamentarbeiten für den Neubau. Schon im November konnte die Feuerwehr Altwarmbüchen ihr Übergangsquartier verlassen und in das neue Gebäude umziehen. Auf dem 2.800 Quadratmeter großen Grundstück wurde eine Gebäudegrundfläche von 1.200 Quadratmetern plus zugehöriger 27 Parkplätze mit einer Bausumme von 2,7 Millionen Euro umgesetzt. Weitere 40 000 Euro wurden für eine Verklinkerung zum Schutz der Außenfassade als überplanmäßige Ausgabe investiert.
Ortsbrandmeister Marc Perl hob in seiner Dankesrede die Leistungen aller Parteien lobend hervor. Das Team um Jost Götze vom Bauamt habe die Feuerwehr „vorbildlich an den Prozessen teilhaben lassen“. Die Kameradinnen und Kameraden der Ortsfeuerwehr Altwarmbüchen seien – auch am Übergangsstandort – ständig motiviert gewesen. Der stellvertretende Ortsbrandmeister Philipp Suppan, gleichzeitig Bauingenieur und selbständiger Unternehmer, habe mit seiner Fachkompetenz den Bau von Anfang an ständig begleitet.
Der symbolische rote Schlüssel zum Feuerwehrhaus wechselte beim Festakt gleich dreimal den Besitzer. Projektleiter Marc Wieneke von Fechtelkord und Eggersmann überreichte dem Ortsbrandmeister einen Spendenscheck für die Feuerwehr Altwarmbüchen und den Schlüssel an Bürgermeister Arpad Bogya, der ihn seinerseits an Clive von Plehn weitergab. Der Gemeindebrandmeister ließ es sich nicht nehmen, dem Schlüssel einen gravierten Spiegel hinzuzufügen und beides feierlich an Marc Perl zu übergeben. Die Altwarmbüchener Pastorin Birgit Birth erfüllte den Wunsch der Feuerwehr nach einem kirchlichen Segen für Haus und Wehr gerne, nachdem der weitgereiste Ingenieur Bernhard Schmidt dem Ortsbrandmeister einen englischen Helm aus Lincolnshire überreicht hatte. Die guten Wünsche zur Einweihung mit der Erweiterung der stattlichen Helmsammlung der Ortsfeuerwehr überbrachte Schmidt launig und kurz: „Neues Haus, neuer Helm, Glückauf!“