Das Frauenkino ist eine feste Einrichtung geworden

Prima Stimmung beim Frauenkino mit „Bartheke“ und „Hildegard-Keksen“ für die es auch das Rezept gab. (Foto: Renate Tiffe)

Weiter geht es auch 2012 mit ausgewählten Filmen

ALTWARMBÜCHEN (ti). Das Frauenkino, zu dem die Gleichstellungsbeauftragte Mona Achterberg im Rahmen vom „Bündnis für Familie“ in regelmäßigen Abständen einlädt, ist mittlerweile zu einer Art festen Einrichtung in Isernhagen geworden. In letzter Zeit stand das Projekt jedoch auf der Kippe.
Bei der Landesmedienstelle, von der die Filme bezogen wurden, hatten sich die urheberrechtlichen Bestimmungen geändert und das Angebot war nicht mehr vielseitig genug. Mit dem „Mobilen Kino Niedersachsen“ ist es jetzt aber gelungen, einen anderen Anbieter zu gewinnen.
Es wird sich allerdings einiges ändern bei den Vorführungen. Das Frauenkino wandelt sich für die nächsten Monate zum Winterkino. Mitbeteiligt als Veranstalter ist Ralf Henneberg von der Stelle für Senioren. „Wir haben wieder tolle Filme ausgesucht“, versprach Mona Achterberg. Die Vorführungen werden jeweils am Mittwochnachmittag stattfinden und an verschiedenen Orten. Auch Männer sind dazu eingeladen.
Ab Herbst soll es wieder abends das Frauenkino geben. Es liegt der Gleichstellungsbeauftragten viel daran, auch jüngeren und berufstätigen Frauen die Möglichkeit zum Kinobesuch zu bieten. „Man geht nicht bloß ins Kino, um sich Filme an zu sehen. Man geht vielmehr ins Kino, um mit Menschen zu lachen und zu weinen“ lautet das Motto, unter das sie ihre Veranstaltungen gestellt hat.
Der Auftakt mit dem „Mobilen Kino“ in der Dezember-Aufführung war vielversprechend. Er fand in Altwarmbüchen im Ratssaal statt. Der Ratssaal wurde sozusagen zum Kinosaal. Mehr als 80 Frauen hatten sich eingefunden. Es herrschte eine heitere, erwartungsvolle Stimmung. Die „Bartheke“ am Eingang mit Glühwein – der Jahreszeit entsprechend - und anderen Getränken trug das ihre dazu bei. Ein Film über Hildegard von Bingen war angesagt, zu dem die Frauen sicherlich mit unterschiedlichen Vorstellungen gekommen waren.
Möglicherweise etwas enttäuscht waren diejenigen, die mehr über die Heilmethoden der berühmten Mystikerin aus dem Mittelalter (1098 – 1179) wissen wollten, die heute wieder bei vielen wieder höchst aktuell sind. Stattdessen wurde das Leben der Benediktineräbtissin geschildert, die ein Kloster bei Bingen gegründet hatte, die Kontakte zu den Großen ihrer Zeit (Bernhard von Clairvaux) geknüpft und mit ihren Schriften ein bedeutendes Werk im theologischen wie auch im medizinisch-naturwissenschaftlichen Bereich hinterlassen hat. Zeitlebens war Hildegard von Bingen ihren Visionen gefolgt, die ihr „die Erfahrung des göttlichen Lichts“ gebracht hatten. Eine faszinierende Frau – hinreißend gespielt von Barbara Sukowa. Dazu kamen die wunderbaren Bilder von Architektur und Landschaft: ein Filmerlebnis.
Als nächstes angekündigt ist der Streifen „Die Herbstzeitlosen“, eine „beschwingte Komödie über das Alter“, wie es in einer Filmkritik hieß. Die Vorführung findet statt um 16.00 Uhr in der Gaststätte „Unter den Linden“ in Isernhagen HB. Für Februar vorgesehen ist „Festmahl im August“ in der Buhrschen Stiftung in NB und im März wird „Alter und Schönheit“ in der Begegnungsstätte Altwarmbüchen gespielt.