„Das Ergebnis spricht für sich“

 
Bürgermeister Arpad Bogya (vorne) äußerte sich beim Richtfest zufrieden zum Baufortschritt. (Foto: G. Gosewisch)

Richtfest für das Gerätehaus am Haselhöfer Vorfeld

ISERNHAGEN (gg). Bauzaun, Gerüst und Kran stehen noch am Gerätehaus-Rohbau am Haselhöfer Vorfeld, doch mit den jüngst eingebauten Fenstern und Toren ist schon gut zu erkennen, welche Ortsbildprägung entstehen wird. Der Neubau ist imposant schon wegen der Größe und der zweigeschossigen Bauweise in U-Form. Bei seinen Grußworten zum Richtfest ordnete Bürgermeister Arpad Bogya diesen Eindruck ein: „Es ist ein eindrucksvolles Gebäude. Mancher sagte schon, es sei zu massiv. Ich finde, es passt noch in das Ortsbild.“ Mit seinem Dank an alle Beteiligten am Bau betonte er auch noch einmal, zufrieden über den Ablauf zu sein. Zügig sei alles vorangekommen. Zudem sei der Kosten- und Zeitplan, bis auf ganz kleine Abweichungen eingehalten worden. Es bleibe beim Festpreis von rund drei Millionen Euro und der Fertigstelltung im Jahr 2018. Die Zusammenarbeit mit Generalunternehmen „Fechtelkord & Eggersmann GmbH“ aus Marienfeld sei ein Erfolgsmodell. „Das Ergebnis spricht für sich“, sagte Ortsbürgermeister Simon Müller und dankte ebenfalls allen Beteiligten, betonte dabei insbesondere die Einbringung seitens der Feuerwehr mit Blick auf Gemeindebrandmeister Clive von Plehn und seinen Stellvertreter Oliver Behnsen unter den Gästen. Höhepunkt des Richtfestes war der Richtspruch, den Eggersmann-Polier Armin Barthel gemeinsam mit Maschinist Uwe Floringer gelungen in Reimform und mit Bezug auf die Feuerwehr ausriefen. Eggersmann-Projektleiter Marc Wieneke versprach zur Fertigstellung des Feuerwehr-Gerätehauses: „Wenn es im Herbst wieder kalt wird, machen wir die Heizung an.“ Bewährt habe sich die Zusammenarbeit mit der Gemeinde Isernhagen, für die Eggersmann bereits den Betriebshof und die Feuerwehr Altwarmbüchen erstellt habe. In Langenhagen folge das Gerätehaus für die Ortsfeuerwehr Engelbostel.
„Dies ist ein Leuchtturmstandort“, erklärt Ortsbrandmeister Robert de la Chaux mit Hinweis auf die zukünftig autarke Infrastruktur, die wichtig wird, wenn in Isernhagen der Strom ausfällt oder gar schlimmere Notfallszenarien eintreten sollten. Dass die Vorfreude der 42 Aktiven in der Feuerwehr auf die fünf neuen Fahrzeughallen und auf die neue Werkstatt steige, sei klar. Endlich auch vernünftige Lager-, Sozial- und Büroräume zur Verfügung zu haben, sei eine gute Aussicht. Rund 1.400 Quadratmeter Nutzfläche wird zur Verfügung stehen. Beschafft werde für das Jahr 2019 ein neues Einsatzfahrzeug, ein Gerätewagen Logistik, sodass dann insgesamt vier Fahrzeuge und das Rettungsboot samt Notstromerzeuger in den fünf Hallen gut untergebracht seien, so sein Ausblick.
„Den schönsten Raum bekommt die Jugendfeuerwehr “, sagt Ortsbrandmeister Robert de la Chaux mit Blick auf den Gruppenraum im Obergeschoss mit Ausrichtung nach Süden und die großen Fenster, die den Blick auf das freie Feld freigeben. Benjamin Bartling leitet die Jugendfeuerwehr im Team mit Fabian Gartzke und Marcus Ebeling. Das Alter ihrer 14 Schützlinge liegt zwischen zwölf und 16 Jahren. Die Kinderfeuerwehr hat zwölf Mitglieder. Grob in der Planung ist schon jetzt ein „Tag der offenen Tür“ nach dem Bezug des neuen Gerätehauses im Herbst, um Anwohnern und Interessierten Einblick zu gewähren und Mitglieder zu werben, gerne auch für die Kinder- und Jugendfeuerwehr.
Das gut 50 Jahre alte Gerätehaus, nur 200 Meter weiter nördlich, wirkt mit dem Erstrahlen des neuen Gerätehauses inzwischen fast schäbig. Arpad Bogya will auf eine politische Entscheidung zum Abriss oder zum Verkauf nicht drängen, obwohl diese Optionen aus seiner Sicht sinnvoll seien. „Die Beratung in den Gremien muss umfänglich geführt werden. Eine schnelle Entscheidung ist nicht nötig“, sagt er. Klar sei, dass im Ortsrat der Bedarf an Dorfgemeinschaftsräumen formuliert worden sei. Arpad Bogya ergänzt: „Doch ein Umbau des alten Gerätehauses für diese Nutzung wäre unverhältnismäßig teuer.“