Bürgerstimme Isernhagen möchte in den Gemeinderat einziehen

Sie wollen die Kommunalpolitik mit der Wählergemeinschaft Bürgerstimme Isernhagen verändern (v. l.): Hans Lauterwald, Ute Bobe, Heiko Weichert, Elke Baumann und Knut Fuljahn. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Wählergemeinschaft bereitet sich auf Kommunalwahlen vor

ISERNHAGEN (bgp). In Isernhagen formiert sich eine Wählergemeinschaft, welche mit den Grundsätzen "Sozial, Transparent und Bürgernah" in den Gemeinderat einziehen möchte.
Die Mitglieder des ersten gewählten Vorstandes haben bereits Erfahrung in der politischen Arbeit und sich nun entschlossen "links der Mitte" die Politik vor Ort anders zu gestalten. Heiko Weichert ist Vorsitzender der Wählergemeinschaft und einziges Mitglied der Linken im Rat der Gemeinde.
Ute Bobe, die vor zwei Jahren aus der SPD austrat und als parteilose stellvertretende Vorsitzende in der Bürgerstimme Isernhagen aktiv ist, möchte ebenso wie Weichert und Kassierer Hans Lauterwald (Piraten-Partei) für den Gemeinderat antreten.
Knut Fuljahn mit zehnjähriger Erfahrung als Bezirksbürgermeister bis 2011 für Misburg/Anderten und 25-jähriger SPD-Mitgliedschaft wird sich als Schriftführer im Vorstand engagieren. Er hat seinen Lebensmittelpunkt aus Hannover nach Isernhagen KB verlegt. Seine Lebensgefährtin Elke Baumann arbeitet als Gründungsmitglied ebenfalls an den Zielen der Wählergemeinschaft in Isernhagen mit.
Die Bürgerstimme Isernhagen hat ein Wahlprogramm aufgestellt, dessen Prioritäten noch nicht endgültig festgelegt wurden, um die angestrebten Ziele zunächst mit den Bürgern aus Isernhagen zu diskutieren und danach zu entscheiden, welche Themen vordringlich bearbeitet werden sollen.
Wichtige Punkte werden dabei die Schaffung von sozialverträglichem Wohnraum sein oder gut angebundene generationsübergreifende Wohnformen, wie etwa im Gebiet Wietzeaue in Altwarmbüchen. Eine Transparenzsatzung, um Verwaltungsvorgänge öffentlich zu machen, steht ebenso auf dem Programm wie die Verbesserung der Busverbindungen zwischen den Ortsteilen und die vorrangige Nutzung von bereits ausgewiesenen Gewerberflächen, um den weiteren Gewerbeflächenausbau und die Versiegelung von Grünflächen zu vermeiden.
"Wir sind keine Konkurrenz zu den Grünen", betonte der Vorstand, dennoch macht sich die Bürgerstimme Isernhagen auch Gedanken über Umweltbelange. Unter anderem wollen sich die Mitglieder mit dem Thema Fluglärm befassen und in den zuständigen Gremien kritisch begleiten.
Im sozialen Bereich hat sich die Wählergemeinschaft außerdem kostenfreie ganztägige Kindertagesstätten-Plätze als Ziel gesetzt. Die Bürgerstimme wünscht sich in der Gemeindeverwaltung eine Vollzeitstelle für die Gleichstellungsbeauftragte, um deren Position zu stärken.