Bürgerstiftung Isernhagen macht sich 2013 selbst zum Projekt

Der Stiftungsvorsitzende Michael Koch und seine Stellvertreterin Marita Mensching präsentieren das Jahresmotto anlässlich des Jubiläumsjahres 2013: „15 Jahre Bürgerstiftung – mitten in Isernhagen“. (Foto: Anna Kentrath)

Hoffnung auf größe Spendenbereitschaf anlässlich des 15-jährigen Bestehens

ALTWARMBÜCHEN (ak). Finanziell gesehen war das Jahr 2012 nicht das Beste für die Bürgerstiftung Isernhagen. Bei der Jahresauftakt-Pressekonferenz stellte der Vorsitzende Michael Koch heraus: Weniger Zustiftungen, Spenden, Projekte, aber auch weniger Ausgaben seien das Fazit für 2012. Für 2013, das Jahr des 15-jährigen Bestehens der Bürgerstiftung, mache man sich selbst zum Projekt, um gestärkt in die Zukunft zu schauen.
Auch wenn die Einnahmen geringer als in vergangenen Jahren ausfielen, ist doch festzuhalten, dass das Stiftungskapital nicht nur erhalten wurde, sondern im Verhältnis zum Vorjahr um 4 Prozent auf 418.913, 77 Euro gestiegen ist. Die geringe Zinsentwicklung gibt in diesem Zusammenhang nicht gerade Anlass zur Freude, gerade mal 0,8 Prozent erhält die Stiftung derzeit auf ihren Sparbrief bei der Sparkasse Hannover und der Hannoverschen Volksbank. Eine andere Anlageform sei jedoch nicht zu verantworten, so Stiftungsvorstand Michael Koch gegenüber den Pressevertretern, die Finanzkrise bedinge diese Vorsicht.
Die Gesamt-Einnahme für das Jahr 2012 betrug 53.190 Euro. Einen großen Anteil machten hierbei die Erlöse aus den einzelnen Projekten der Bürgerstiftung aus, so der Verkauf des Adventskalenders mit 15.350 Euro, der Schlemmerabend im real-kauf mit 5.020 Euro sowie das Benefiz-Golfturnier mit 5.420 Euro. Die Zinsen schlugen mit 6.830 Euro zu Buche. Die Spenden beliefen sich im vergangenen Jahr auf 12.840 Euro, Sachspenden auf 3.300 Euro und Zustiftungen auf 4.430 Euro. Ausgaben für das Jahr 2012 beliefen sich auf insgesamt 23.350 Euro, davon gingen 20.800 Euro in von der Bürgerstiftung geförderte Projekte.
Spenden seien neben den Erlösen aus den einzelnen Aktionen natürlich ein wichtiger Bestandteil zum Fortbestand der Stiftung, um die Bildungs- und Jugendarbeit weiter fortführen zu können, führte Michael Koch aus. Seine Stellvertreterin Marita Mensching ergänzte, dass auch Erbschaften die Stiftung stark unterstützen könnten, wie etwa das „Bodo Herwig Stipendium" zeigen würde.
Zwei Probleme sah Michael Koch ganz klar für die Zukunft der Bürgerstiftung, zum einen die Zinsentwicklung, was seiner Meinung nach ein „zeitlich begrenztes sei“, zum anderen ein „grundsätzlich strukturelles“ mit dem künftig alle Stiftungen zu kämpfen hätten, eine höhere Belastung. Die weltweite Finanzkrise habe dazu geführt, so Koch, dass der „Staat seine Ausgaben senke“ und das werde noch „gewaltig steigen“, woraus resultieren würde, dass „Bürgerstiftungen stärker angesprochen werden“. Vorstandmitglied Wolfgang Stolt führte in diesem Zusammenhang das Beispiel der Nachmittagsbetreuung der Heinrich-Heller-Schule an, die maßgeblich von der Stiftung unterstützt würde. Hier zeige sich, dass „Stiftungsarbeit außerordentlich wichtig ist, auch in einer Gemeinde wie Isernhagen“.
Für das Jahr 2013, das Jubiläums-Jahr angesichts des 15-jährigen Bestehens, wurde daher die Bürgerstiftung selbst als Motto erwählt. „Wir feiern ein junges Jubiläum“, betonte Michael Koch, „deshalb soll das Programm auch ein lebendiges, junges sein." Am 23. August 2013 beginnen die 3-tägigen Feierlichkeiten mit einem offiziellen Festakt im Isernhagenhof zu dem alle Bürger der Gemeinde herzlich eingeladen seien. „Keine dunklen Anzüge“ soll das Geschehen dominieren, so Koch, ein buntes Programm wartete auf die Gäste des Abends mit Musik, Tanz und lockeren, humorvollen Beiträgen, in denen einige Projekte der vergangenen 15 Jahre vorgestellt würden. Der 24. August steht dann im Zeichen der Jugend, da die Bürgerstiftung Schirmherr der Jugenddisco im Isernhagenhof ist. Kultureller Höhepunkt sei schließlich der 25. August, so Koch stolz, ebenfalls im Isernhagenhof mit einem Puccini-Abend. Das Publikum darf sich hierbei auf eine ebenso humorvolle wie spannende Reise durch das Leben des italienischen Komponisten Giacomo Puccini freuen, vorgetragen von Dr. Franz Rainer Enste.
Es mag unbescheiden klingen, die Bürgerstiftung selbst zum Motto des Jubiläums zu machen, so Wolfgang Stolt erklärend, doch man wolle „gestärkt, besser aufgestellt“ aus diesem Jahr hervorgehen, statt ein Geburtstagsprojekt zu finanzieren, um sich künftig auch wieder der Stärkung der Grundpfeiler der Gemeinde zu widmen: Jugend und Bildung. Das Jubiläums-Motto für 2013 „15 Jahre Bürgerstiftung – mitten in Isernhagen“, solle verdeutlichen, erläuterte Michael Koch, dass die Stiftung sich als verbindendes Element, als „wichtige Klammer für alle Ortsteile und alle dort lebenden Bürger“ verstehe.