Bürgerstiftung Isernhagen feierte ihren Jahresabschluss

Den Ehrenpreis der Bürgerstiftung Isernhagen erhielt in diesem Jahr Michael Gehlhaar (rechts). (Foto: Renate Tiffe)

Ehrenpreis an Michael Gehlhaar verliehen

ALTWARMBÜCHEN (ti). Das Jahr über bereichert die Bürgerstiftung das gesellschaftliche Leben in Isernhagen durch ihre vielfältigen Projekte und Aktionen. Einmal jedoch feiert sie ein wenig sich selbst, wenn sie zum Jahresabschluss einlädt, wenn sie über ihre Tätigkeiten berichtet und einen Ausblick auf das kommende Jahr gewährt, wenn sie verdiente Mitglieder ehrt. Höhepunkt der Veranstaltung, die stets im Ratssaal der Gemeinde stattfindet, ist die Verleihung ihres Ehrenpreises für besonderes bürgerschaftliches Engagement. 93 Mitglieder zählt die Bürgerstiftung zur Zeit.
2014 hatte die Bürgerstiftung ihren Vorstand fast komplett ausgetauscht. Im noch laufenden Jahr nahm nun die Arbeit unter dem neuen Vorsitzenden Dr. Joachim Wegener Konturen an. Straffer organisiert und strukturiert wurden die selbstgestellten Aufgabenfelder im Stiftungsrat, der zugleich mit Uwe Wagstyl einen neuen Vorsitzenden bekommen hat.
Wegener würdigte die Verdienste von dessen Vorgänger Leopold von Drygalski, der sich von den Anfängen an, also seit 17 Jahren, mit an vorderster Stelle für die Bürgerstiftung eingesetzt hat. Verantwortliche Mitglieder wurden für die sechs Aufgabenfelder bestellt, für Bildung und Jugend, Kultur, Senioren, Soziales, Sport, Heimatpflege. Eine gewaltige Aufgabe, die es weiter zu lösen gilt, stellt das Helfernetzwerk für die Flüchtlinge dar, das auf Initiative der Bürgerstiftung 2013 ins Leben gerufen worden war. Mehr und mehr solle es jetzt auf eigenen Füßen stehen, so Wegener.
Das Thema Bildung und Jugend soll 2016 in den Vordergrund rücken, gab Andreas Kellner, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit, bekannt. Daneben werden erfolgreiche Aktivitäten weitergeführt, wie das Figurentheater Marmelock, das Matjesfest und Gänseessen, der Adventsloskalender und anderes mehr. Auch das sogenannte Raseneisenstein-Stipendium wird wieder vergeben.
Nach wie vor stellt die derzeitige Niedrigzinspolitik für alle Stiftungen ein großes Problem dar. Neben den Erlösen aus den vielfältigen Aktivitäten ist die Stiftung weiter auf Spenden angewiesen.
Darüber hinaus kündigte Wegener an, dass eine Anpassung an modernere Instrumente der Finanzmärkte angestrebt werde, so wie sie bei den großen Stiftungen üblich sind, nicht spekulativ versteht sich.
Unterbrochen durch ein musikalisches Zwischenspiel, für das diesmal das Percussionsensemble der Musikschule Isernhagen & Burgwedel gewonnen werden konnte, neigte die Veranstaltung dann ihrem Höhepunkt zu. Die Namen der Preisträger für die Verleihung des Ehrenpreises werden in der Regel geheimgehalten, was diesmal auch gelang. Michael Gehlhaar, in der dritten Generation Inhaber des Altwarmbüchener Gartenbaubetriebes, zeigte sich überrascht.
In seiner Laudatio stellte Wegener dessen lange Beziehung zur Bürgerstiftung heraus. U.a. hatte seine Baumschule in den Jahren 2013 bis 2015 die 53 Bäume - und deren Pflege – für das „Grüne Band“ gestiftet, das Altwarmbüchen mit den Altdörfern verbindet. Darüber hinaus unterstütze sein Betrieb Vereine und Schulen durch Baumspenden.
In seinen Dankesworten versprach Gehlhaar weitere Entgegenkommen, beispielsweise am Tag des Baumes, wenn es um die Bepflanzung im Zentrum von Altwarmbüchen gehe.