Bücherei hat nun im Zentrum ein neues Zuhause

Der neuen Umgebung angemessen: Bürgermeister Arpad Bogya dankte der Büchereileiterin mit einem „nachhaltigen“ Orchideenarrangement. (Foto: Renate Tiffe)
 
Großer Andrang interessierter Besucher am ersten Öffnungstag der Gemeindebücherei im Zentrum Altwarmbüchens. (Foto: Renate Tiffe)

Überwältigender Zulauf nach der Neueröffnung

ALTWARMBÜCHEN (ti). „Das Zentrum brummt: „Kirche, der Supermarkt und jetzt die Bücherei“, stellte Bürgermeister Arpad Bogya angesichts des Zulaufs am neuen Standort mit Genugtuung fest.
Am Dienstag nach Pfingsten hatte Büchereileiterin Dorothea Grandjean den Eingang an der Bothfelder Straße 26 gegenüber Eisdiele und Blumengeschäft geöffnet. Bei einem Tag der offenen Tür am 3. Juni wird sich die Bücherei einer breiteren Öffentlichkeit vorstellen.
Die erfahrene Bibliothekarin zeigt sich geradezu überwältigt von dem Zuspruch der Lesekundschaft in den Tagen nach der Neueröffnung. Immer wieder kommen besonders von Senioren Bemerkungen, wie: „Gut, dass sie jetzt hier sind“, „Wie sollten wir sie dahinten erreichen?“. Aber auch junge Leute schauen nach dem Besuch der Eisdiele vorbei. „Es läuft richtig gut an“, freut sich Dorothea Grandjean. Acht Anmeldungen pro Tag, soviel habe es sonst in der Woche nicht gegeben, fügt sie hinzu.
Die Freude an den neuen Räumlichkeiten und das rege Interesse der Leserinnen und Leser mögen eine Entschädigung sein für die harten Wochen, welche die Büchereileiterin und ihre Mitarbeiterinnen mit dem Umzug hinter sich gebracht haben. 12.721 Medien mussten gesichtet, verpackt und neu eingeordnet werden. Eine Heidenarbeit, die sich aber gelohnt hat.
Knapp 340 qm Fläche stehen jetzt zur Verfügung, barrierefrei, hell, lichtdurchflutet mit einem übersichtlich gegliederten Angebot an Büchern für Erwachsene, Jugendliche und Kinder, an aktuellen Zeitschriften, DVDs, CDs und Hörbüchern. Für die Umbaukosten der gemieteten Räume hat die Gemeinde 35.000 Euro aufgebracht. Auf die Beleuchtung, die sich tageslichtabhängig steuert, weist der Bürgermeister besonders hin, ebenso wie auf die automatisch funktionierende Tür.
Großzügig ist der Platz zwischen den Buchreihen bemessen. Bewegung im Raum ist auch mit dem Rollator oder dem Kinderwagen möglich. Es gibt Leseecken und in der Kleinkinder-Ecke ist noch eine Platzreserve für weitere Aktivitäten vorhanden. An alles ist gedacht, auch an einen Wickeltisch im Sanitärraum.
Die Gemeindebücherei als Anlaufstelle in der Ortsmitte? „Wir möchten uns vor allem an die Leserinnen und Leser wenden“, sagt die Leiterin. Die Beiträge für zwei Jahre Lesespaß sind günstig. 10 Euro bezahlen Erwachsene, Kinder und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr 1,50 Euro. Geöffnet ist mit etwas unterschiedlichen Zeiten jeden Nachmittag, mittwochs auch am Vormittag von 10.00 bis 12.00 Uhr. Insgesamt 20 Stunden betragen die Öffnungszeiten.
Längere Öffnungszeiten, mehr Medien, dazu die Sonderveranstaltungen, nicht zu vergessen die Homepage, mit der sich die Bücherei im Internet präsentiert. Dazu kommt die Lage im Zentrum. Spannend ist, wie die Entwicklung sich weiter vollziehen wird. Bleibt es bei den hohen Besucherzahlen, wird dies mit dem derzeit beschäftigten Personal auf Dauer kaum zu schaffen sein. Die Arbeitszeit der Leiterin beträgt 35 Wochenstunden, die der insgesamt vier Mitarbeiterinnen 22 Stunden. Für die Sonderveranstaltungen stehen Ehrenamtliche bereit.