Begeisterung bei „Earth, Wind & Fire“

Das Sinfonische Blasorchester Isernhagen begeisterte mit Melodien zu den Elementen Erde, Wind und Feuer. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

„Elemente-Konzert“ des Sinfonischen Blasorchester Isernhagen

ISERNHAGEN FB (bgp). Drei Elemente standen auf dem Konzertprogramm des Sinfonischen Blasorchesters unter der Leitung von Andreas Fingberg-Strothmann. Mit Melodien rund um das Thema Erde, Wind und Feuer zog das Orchester die Besucher in seinen Bann.
Der Bezug zur gleichnamigen Soul-Band „Earth, Wind & Fire“ wurde bei der Begrüßung gleich hergestellt. Mit Hits wie „After the Love has gone“ oder „September“ bewies das Blasorchester in einem Medley, dass es moderne Stücke genauso beherrscht wie jene älteren Datums.
Die Bandbreite des ersten Programmteils reichte von „Moving Heaven and Earth“ von Philip Sparke, der dieses Stück in Anlehnung an eine 14-taktige Passage des „Libera Me“ in Gabriel Faurés „Requiem“ komponierte, über „Gone with the Wind“, die Musik zum gleichnamigen Film, welcher sich um die Liebesgeschichte von Scarlett O´Hara und Rhett Butler drehte. „Colors of the Wind“, ein Musikstück aus dem Film „Pocahontas“ verzauberte das Publikum mit harmonischen Rhythmen und entließ es in die Pause.
Nach Erde und Wind ging es im zweiten Teil musikalisch weiter mit dem Element Feuer. „Relight my Fire“ von Dan Hartman begeisterte ebenso wie die raschen Rhythmen von Larry Neecks „Torrents of Fire“. „Gooddess of Fire“ hatte die hawaiianische Feuer- und Vulkangöttin Pele zum Thema. Der Komponist Steven Reineke setzte darin das Spannungsfeld zwischen Schöpfung und Schönheit gegenüber Chaos und Zerstörung, das die Göttin symbolisiert, musikalisch eindrucksvoll um.
Zu Beginn beschreibt er Pele als eine schöne junge schöpferische Frau. Ein Knacken und Krachen der Erde kündigt die Verwandlung in die zerstörerische Pele an, die in Gestalt einer alten gebeugten Frau einen ihrer Vulkane ausbrechen lässt. Nach der gewaltigen Eruption kommt wieder die schöne Pele zum Vorschein.
Die spätbarocke „Feuerwerksmusik“ von Georg Friedrich Händel wurde nur im Schein kleiner Leseleuchten am Notenpult der Musiker gespielt. Getreu dem Motto „Licht aus, Spot an“ wurde passend zum Musikstück ein brillantes Feuerwerk auf eine Leinwand projiziert.
Ein echtes Feuerwerk auf dem Hof hätte nur mit großen Auflagen und langwierigen Anträgen bei Behörden realisiert werden können. Darauf habe man dann verzichtet, merkte Andreas Fingberg-Strothmann augenwinkernd an. Dem Publikum gefiel es auch so, das Orchester vermochte die festliche Stimmung über die Musik zu erzeugen und erhielt viel Beifall.
Da jedem Element in der Astrologie drei Sternzeichen zugeordnet sind und niemand vernachlässigt werden sollte, gab es am Ende des „Elementaren Konzertes“ auf den rauschenden Applaus hin noch Zugaben aus dem Bereich „Wasser“.