„Auf einen Plausch ...“ mit dem Regionspräsidenten

Regionspräsident Hauke Jagau (l.) stellte sich den Fragen der Teilnehmer. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)
 
Nachwuchskünstlerin Jeannine Celina Schultheiß erfreute die Gäste mit ihrem Gitarrenspiel und Gesang. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Hauke Jagau beantwortete Fragen zur Arbeit der Region Hannover

ISERNHAGEN (bgp). Am vergangenen Freitag kam Regionspräsident Hauke Jagau auf Einladung der Jusos Burgwedel - Isernhagen nach Altwarmbüchen. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe des SPD-Nachwuchses „Auf einen Plausch mit..." stellte er sich den Fragen der Teilnehmer und gewährte Einblick in die Arbeit der Region Hannover.
Philipp Neessen, Vorsitzender der Jusos in Altwarmbüchen, führte es auf das gute Wetter am vergangenen Freitag zurück, dass nur rund fünfzehn Teilnehmer der Einladung zu einem "spannenden politschen Abend" gefolgt waren. Dem Interesse an Sachthemen tat das jedoch keinen Abbruch. Regionspräsident Hauke Jagau holte kurzerhand seinen Stuhl von der Bühne und setzte sich hinunter zu den Gästen, um ihnen zur Einführung die wichtigsten Aufgaben der Region Hannover zu erläutern.
Die "Sandwich-Position" der Region Hannover als Kommunalverband zwischen dem Land und den Kommunen sei nicht immer einfach, dennoch habe sich die Region als Erfolgsmodell erwiesen, das Besuchergruppen aus aller Welt interessiere, so Jagau. Im Bewusstsein der Bevölkerung habe sich das Modell noch nicht überall etabliert, räumte er ein. "Wir versuchen, so viel wie möglich Informationen zu geben, damit möglichst viel bei den Menschen ankommt", unterstrich Jagau seine Überzeugung vom Konzept der Region Hannover.
Aus den Reihen der Teilnehmer kamen Fragen zu den öffentlich kontrovers diskutierten Themen wie Abfallentsorgung, Klinikum der Region Hannover oder den Ausbau der Stadtbahn D-Strecke in Hannover. Die Beantwortung der einzelnen Fragen knüpfte Jagau auch an die Äußerung eines Gastes, der die allgemeine Politikverdrossenheit seitens der Bürger bemängelte.
„Die Leute kommen, wenn sie unmittelbar betroffen sind", so Jagau. Am Beispiel der Müllentsorgung führte er an, dass die Region Hannover für die Bürger vierzig Informationsveranstaltungen zum Thema durchgeführt habe, um Entscheidungen transparent zu machen. Es gebe jedoch Bereiche, wie beispielsweise die Debatte um die Stadtbahn D-Linie, die in weiter entlegenen Gemeinden nur von begrenztem Interesse seien.
Um das Interesse an Politik in der Region Hannover anzuregen, gebe es zahlreiche Workshops. Damit schlug Hauke Jagau den Bogen zum politischen Nachwuchs und berichtete von "PIMP your Town! Region Hannover". Im vergangenen Jahr wurde das Planspiel in Zusammenarbeit mit Schülerinnen und Schülern der Jahrgänge 8 bis 10 durchgeführt.
Ein Team des Vereins Politik zum Anfassen bereitet die Teilnehmer intensiv auf das Planspiel vor. Dabei werden Grundlagen der Kommunalpolitik vermittelt, mit dem Schwerpunkt auf Strukturen und Aufgaben der Region Hannover. Die Schülerinnen und Schüler entwickeln eigene Anträge, die im Rahmen simulierter Fraktions- und Ausschusssitzungen beraten werden. Unterstützt werden sie dabei von Regionsabgeordneten.
Durch den Bezug zu ihren eigenen Bereichen seien die jungen Menschen sehr engagiert, die Veranstaltung sei "hochspannend" gewesen, so Jagau. Zum Abschluss mahnte er bei den Parteien Verantwortung für einen Generationswechsel an, um sicherzustellen, dass sich nicht wieder der "alte Platzhirsch" durchsetze, sondern andere auch mal "dran seien".