Altwarmbüchener Eltern befürworten den bisherigen Schulstandort

Die Grundschule in der Bernhard-Rehkopf-Straße ist zentral gelegen, wichtige Einrichtungen sind gut erreichbar. Dieser Standort wurde in der Umfrage mehrheitlich favorisiert. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)
 
Das Gebäude der Heinrich-Heller-Schule ist modern ausgestattet und energetisch auf dem neuesten Stand. Mit einem Erweiterungsbau würde es genügend Platz für den Grundschulbetrieb bieten, fand jedoch in der Elternbefragung nur wenige Befürworter. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Ergebnis einer Umfrage: „Die Grundschule soll im Zentrum bleiben“

ALTWARMBÜCHEN (bgp). Die Schullandschaft in Isernhagen verändert sich und mit ihr die Nutzung der vorhandenen Schulgebäude. In der Debatte um eine mögliche Verlegung der Grundschule Altwarmbüchen in die Jacobistraße formierte sich eine Initiative, welche sich für den Erhalt des zentral gelegenen Standortes in der Bernhard-Rehkopf-Straße einsetzt.
Mit Aufnahme des Betriebes der IGS im Schulzentrum am Helleweg zum Sommer 2016 wird das Gebäude der Heinrich-Heller-Schule nach dem Auslaufen der Hauptschule in fünf Jahren frei werden. Bereits in der Planungsphase der IGS machte in den Schulen und verschiedenen Gremien ein politisch nicht beschlossener Gedanke der Verwaltung die Runde, das frei werdende Gebäude in der Jacobistraße möglicherweise als neuen Standort für die Grundschule Altwarmbüchen zu nutzen.
Das rief Elternvertreter und die Leitung der Grundschule auf den Plan, die gemeinsam mit Elternvertretern der drei Altwarmbüchener Kindertagesstätten die AG „Standort Grundschule“ initiierten, um sich für den Erhalt des Standortes an der Bernhard-Rehkopf-Straße stark zu machen.
Im März wurden 653 Umfragezettel in der Grundschule, den Altwarmbüchener Kindertagesstätten und den Großtagespflegestellen verteilt, um zu ermitteln, welcher Standort für die Beschulung der Kinder in Zukunft von den Eltern gewünscht wird. In einem beigefügten Informationsblatt wurde unter anderem der Abriss des Schwimmbades als „mögliche Variante“ bei Verlegung des Standortes in die Jacobistraße erwähnt. Bürgermeister Arpad Bogya betonte dazu ausdrücklich, dass der Abriss des Hallenbades nie Gegenstand der Debatte gewesen sei und verwahrte sich gegen Gerüchte.
Die Elternbefragung ist mittlerweile abgeschlossen, die Rücklaufquote fiel mit 75 % recht hoch aus und spiegelte das große Interesse der Beteiligten wider. Die Initiative „Standort Grundschule“ stellte das Ergebnis am vergangenen Mittwoch in der Grundschule Altwarmbüchen vor und bat die anwesenden Vertreter des Schulausschusses, dieses frühzeitig in die Überlegungen zur Standortfrage einzubeziehen. Rund 88 % der Umfrageteilnehmer votierten für den Standort an der Bernhard-Rehkopf-Straße, für rund 10 % wäre auch die Jacobistraße denkbar, knapp 3 % waren unentschieden.
Das Gebäude der Grundschule Altwarmbüchen muss in den nächsten Jahren energetisch saniert werden, dem gegenüber stehen Kosten für einen Erweiterungsbau des modernen Gebäudes der Heinrich-Heller-Schule, falls eine Verlegung der Grundschule an die Jacobistraße erfolgen sollte. Derzeit sind jedoch weder die Frage des Standortes noch die weitere Verwendung des Gebäudes der bisherigen Hauptschule ein Thema der politischen Diskussion.
Das bestätigte sich in der Aussage von Schulausschuss-Mitglied Christiane Hinze (FDP): „Wir haben noch keine Vorlage von der Verwaltung dazu“. Karl-Rolf Voges (CDU), ebenfalls Mitglied des Schulausschusses der Gemeinde Isernhagen, betonte, dass momentan die Flüchtlinge einerseits sowie die neue IGS und Hortplätze andererseits vordringliche Themen seien. Es sei jedoch richtig, sich frühzeitig zu interessieren, lobte Voges das Engagement der Initiative, auch wenn bis zu einem möglichen Umzug noch viel Zeit vergehen werde.
Dem widersprach Carmen Merkel von den Grünen, die eine Entscheidung in zwei bis drei Jahren für angebracht hielt. Einigkeit herrschte bei allen Beteiligten jedoch darüber, dass bei Beginn der Standortsuche maximale Transparenz gewährleistet sein müsse und die Ergebnisse der Umfrage in die politische Diskussion mit einfließen sollten.