24-Stunden-Übung der Feuerwehr Altwarmbüchen

Realitätsnah geschimkt: „Baum auf Forstarbeiter" - lautete die Aufgabenstellung für die Kameraden. (Foto: Walter Rinne, FFW Altwarmbüchen)

Festigung der Ausbildungsinhalte und der Kameradschaft

ALTWARMBÜCHEN (r/bs). Ziel der 24-Stunden-Übung war, die Kameradschaftspflege und das Ausbildungswissen der Freiwilligen Feuerwehrleute zu festigen und zu vertiefen, so Marc Perl, Ortsbrandmeister und Chef-Organisator. Während des 24-Stunden-Dienstes, angelehnt an einen Wachdienst von Berufsfeuerwehren, mussten neun Alarmübungen von den 30 Teilnehmern absolviert werden.

Los ging es Samstag früh um 7.00 Uhr mit der Einteilung der Einsatzkräfte auf die Fahrzeuge und Einsatzzentrale. Während das Frühstück vorbereitet wurde, musste der Rüstzug zu einem Absturz eines Ultraleichthubschraubers ausrücken. Nach der Rettung des Piloten und Nachholung des Frühstücks ging es gleich weiter: Im Erdgeschoss eines Alten- und Pflegeheimes in Altwarmbüchen war ein Feuer ausgebrochen, fünf Bewohner mussten gerettet werden. Kaum war der Löschzug, eingerückt, musste dieser gleich wieder los: Am ehemaligen Soccerpark wurde durch Dachdeckerarbeiten ein Brand ausgelöst. Mit dem Wenderohr von der Drehleiter und weiteren drei C-Rohren konnte das Feuer schnell gelöscht werden.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen ging es gleich weiter: Eine Person drohte aus dem zweiten Stock des Rathauses zu springen. Diese konnte überwältigt werden und der aufgestellte Sprungretter wieder verstaut werden. „Baum auf Forstarbeiter" hieß eine weitere Alarmmeldung, die aus der Einsatzzentrale im Feuerwehrhaus an den Rüstzug zur Alarmierung aus den Lautsprechern tönte. Hier haben die Organisatoren beim Nachstellen der Situation ihr Bestes gegeben: Erschwerend wurde eine Kettensäge in den Oberschenkel des Forstarbeiters sehr realitätsnah eingeschminkt. Die Blicke der eingesetzten Einsatzkräfte bestätigten die perfekte Arbeit der Organisatoren Walter Rinne, Michael Matzat, Achim Schmidtke, Sarina Mahlzahn und Jörg Czechan.
Für Aufsehen sorgte eine weitere Alarmübung am Rathaus. Eine Rauchentwicklung auf dem Dach galt es zu überprüfen. Dabei verunglückte der Angriffstrupp und musste ebenso wie ein Elektriker mit der Drehleiter vom Dach gerettet werden. Rettung aus luftiger Höhe war auch Thema bei der in den Abendstunden abzuarbeitenden Übung.
Ein müder Kletterer musste aus einem Werbeturm abgeseilt werden - während das HLF 20 einen Papiercontainer in der Nähe des EKZ Boschstraße löschte. In den frühen Morgenstunden brannte es zum letzten Mal für diese Wachschicht: Aus der Ruine am ehem. Soccerpark qualmte es wieder. Das Feuer konnte auch hier zügig gelöscht werden. Auch hier wurde ein Atemschutznotfall trainiert.

Nach wenig Schlaf und einem gemeinsamen Abschlussfrühstück entließ "Wachdienstleiter" Marc Perl gegen 9.00 Uhr seine Wachabteilung, damit diese sich für ihre eigentliche Arbeit ausruhen kann und den restlichen Sonntag mit der Familie oder Freunden verbringt.