Rund Hundert Gäste amüsierten sich beim "Garten-Kinderfest"

Der 14-jährige Kiki Metah (vorne r.) probierte mit Sozialpädagoge Roger Prylowski (vorne l.) am Stand der Jugendpflege Isernhagen erste Schritte beim Schmieden, verbrannte Finger eingeschlossen. „Kiki ist ein Musterbeispiel an Integration", lobte Prylowski den Schüler, der häufiger Gast im Jugendtreff "Alte Ziegelei" ist. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)
 
Mustafa Abu Sobeh (l.) erklärte das Tastspiel an seiner Spielstation. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Helfernetzwerk Isernhagen lud zu Spiel und Freundschaft ein

ISERNHAGEN (bgp). Unter dem Motto "Wer zusammen spielt, schließt leichter Freundschaft" veranstaltete das Helfernetzwerk Isernhagen ein großes Garten-Kinderfest. Junge Flüchtlinge trafen andere Kinder und lernten sich bei Spaß und Spiel näher kennen.
Zahlreiche Besucher fühlten sich angezogen von der Einladung zum "Großen Garten-Kinderfest" des Helfernetzwerkes. Auf dem Gelände der Baumschule „Beensens Bäume“ liefen sie vorbei an prachtvoll blühenden Rhododendron-Sträuchern, welche den Weg zu einer kleinen Lichtung säumten, auf der alles für die Gäste vorbereitet war.
Die natürliche Umgebung bot einen idyllischen und sicheren Rahmen, besonders für die Kleinen, die sich dort gefahrlos bewegen konnten. Starke Regenfälle seien für den Termin des Festes prognostiziert worden, sagte Beate Roßbach vom Helfernetzwerk Isernhagen.
Die Organisatoren hätten lange gebangt, doch ein Anruf bei den Meteorologen vom Flughafen Hannover bestätigte trockenes Wetter und habe die letzten Zweifel ausgeräumt, das Fest stattfinden zu lassen.
Das Helfernetzwerk hatte mit seinen Unterstützern Brigitte Stadie und Rüdiger Beensen von der gastgebenden Baumschule neben der Integration von Flüchtlingen noch ein weiteres Anliegen im Sinn: "Wir wollen unseren Stadtkindern auch ein bisschen Natur näher bringen".
Die Kinder fanden am Festtag verschiedene Naturmaterialien zum Basteln vor und bekamen Blumentöpfe zum Bemalen oder Kresse einsäen. Die vielen Ideen begeisterten die Festteilnehmer, sie lösten mit Freude an zehn Spielstationen kleine Aufgaben.
Eine Pyramide aus Äpfeln bauen oder Wasser schöpfen, Ratespiele, bei denen etwas "erfühlt" werden musste oder Geschicklichkeitsspiele waren dabei. Die kleinen Gäste wurden bei den Aktionen von insgesamt 15 Betreuern unterstützt, unter ihnen auch syrische und kurdische Flüchtlinge, die schon etwas länger in Deutschland sind. Sie nutzen ihre Sprachkenntnisse und leisten mit dem ehrenamtlichen Engagement ihren Beitrag für die Integration der Menschen, die wie sie aus den Krisengebieten der Welt nach Deutschland gekommen sind.
So handelt auch der junge Syrer Mustafa Abu Sobeh aus Damaskus. Als Betreuer hatte er viel zu tun, an seinem Stand erklärte er den zahlreichen Gästen ausführlich ein Tastspiel. Danach drückte er seinen Stempel auf die Karten, die an jeden Besucher zu Beginn des Festes ausgegeben wurden.
Nach Erhalt des Stempels machten sich diese gleich auf zur nächsten Spielidee gegenüber. Dort erfuhren sie von Betreuer Mohamed, wie das Wasserspiel funktioniert und setzten dessen Anleitung mit viel Spaß in die Tat um. Wer am Ende die Karte vollgestempelt hatte, durfte sich aus einer Spielzeugkiste etwas aussuchen.
Musikalisch untermalt wurde das bunte Treiben von Mustafa Arina, der auf einer Tambur spielte und von seiner Frau auf der Gitarre begleitet wurde. Schnell fanden sich einige Festbesucher, die ein Tänzchen zu den kurdischen Rhythmen wagten.
Weitere Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen bieten die monatlichen Treffs des Helfernetzwerkes Isernhagen. Die regelmäßigen Termine sind im Newsletter des Helfernetzwerkes (www.helfernetzwerk-isernhagen.de) erhältlich.