Gegen Spitzenreiter HF Springe will die TSG überraschen

Maximilian Wölfel kann sich Freiraum erarbeiten und taucht völlig unbedrängt vor des Gegners Torwart auf – ein Treffer für die TSG ist die logische Folge. (Foto: Holger Staab)

Mit Heimstärke und den eigenen Fans soll der Aufstiegskandidat die Stärke der TSG spüren

BURGWEDEL (hs). Gegen den souveränen Tabellenführer und ersten Kandidaten für den Aufstieg in die 2. Bundesliga zu spielen, dürfte eigentlich eine leichte Aufgabe sein. Diese Aufgabe wird am Sonnabend, 11. Februar, auf die Turnerschaft Großburgwedel warten. Um 19 Uhr wird das Lokalderby gegen HF Springe in der Halle des Schulzentrums „Auf der Ramhorst“ angepfiffen.
Die TSG-Verantwortlichen erwartet viele Besucher, denn der Handball gewinnt, nicht nur nach der kleinen Siegesserie und dem 28:22-Erfolg am vergangenen Sonnabend gegen den SV 63 Brandenburg-West in Burgwedel wieder mehr an Attraktivität. Im Spiel gegen den Meisterschaftsanwärter wollen sich Thomas Bergmann und seine Mitspieler nicht so einfach geschlagen geben.
Die Handballfreunde Springe müssen Erfolge feiern, um ihren Spitzenplatz zu erhalten und werden in Burgwedel den Erfolgsdruck verspüren. Die TSG dagegen kann frei aufspielen und sich von ihrer besten Seite zeigen. In den letzten Begegnungen haben sie ihr Punktekonto auf 23:15-Punkte aufstocken können und stehen aif dem 6. Platz der Tabelle. Trainer Heidmar Felixson möchte noch ein bisschen mehr und den Spitzenreiter ein wenig ärgern. Im Hinspiel Anfang Oktober 2011 gelang das nicht. Da musste sich die TSG den Springern mit 24:33-Toren deutlich geschlagen geben.
In der Heimhalle in Großburgwedel findet aber ein neues Spiel statt. Die TSG-Spieler haben sich zuletzt Selbstvertrauen in ihre eigene Leistung geholt und stecken auch immer besser die Verletzung ihres Spielertrainers Felixson weg. Der könnte, wenn alles gut geht, in den nächsten Wochen selbst wieder aktiv ins Training eingreifen. Der Heilprozess in der Schulter verläuft nach seinen Angaben hervorragend und der Coach ist optimistisch. Dennoch steht der erste Einsatz wohl erst in einigen Wochen bevor.
So muss das Team zunächst, neben dem am Rücken verletzten Robertas Pauzuolis, noch ohne ihren Linkshänder auskommen und gegen den Aufstiegsanwärter schon eine überdurchschnittliche Vorstellung abliefern, um einen Punktgewinn zu schaffen. Wichtig wäre dazu eine stabile Abwehrleistung, denn die Springer haben mit dem ehemaligen Burgdorfer Jannis Fauteck und Nikolaos Tsoufras ihre besten Torschützen. Die müssen genauso in ihrem Wirkungskreis eingeengt werden, wie Claus Karpstein und Außenspieler Fabian Hinz.
Von der personellen Ausstattung sind die Handballfreunde wohl die beste Mannschaft der 3. Liga, die TSG muss dagegen Herz und die Unterstützung der eigenen Fans einsetzen.
In der Halle in Burgwedel sind schon so manche Favoriten gestolpert. Warum soll das der TSG mit dem Favoriten HF Springe nicht auch am Sonnabend gelingen. Das Zeug dazu hat die Mannschaft um ihren erfahrenen Keeper Jörg-Uwe Lütt und wenn die Anfangsphase gut strukturiert ist und die TSG-Angreifer Akzente setzen können, dann ist eine Überraschung durchaus realisierbar.