Neues Bauvorhaben in der Heinrich-Wöhler-Straße

Am Standort der alten Scheune wird ein Haus mit Eigentumswohnungen entstehen. Teile des alten Gebäudes sollen wieder verwendet werden. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Informationsveranstaltung am Donnerstag, 6. September

GROSSBURGWEDEL (hhs). Lange Zeit war unklar, was mit dem so genannten „Döpke-Grundstück“ in Großburgwedel an der Heinrich-Wöhler-Straße 8 geschehen würde. Nach dem Tod von Heinz Döpke war das Grundstück über den Erbweg an die Familie Dehne in Isernhagen gegangen. Die Gebäude waren verwahrlost, ein Teil wurde inzwischen schon abgerissen, das alte Bauernhaus verkauft.
Nun hat die Bremer Firma „Immo Invest“ das Grundstück erworben und plant, darauf 15 bis 18 Eigentumswohnungen zu bauen. Am Donnerstag dieser Woche sollen die bisherigen Planungen der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt werden. Am Freitag vergangener Woche hat der beauftragte Architekt Jörg Wedemeyer das Projekt den Burgwedeler Nachrichten gemeinsam mit Ralph Schulenberg vom Vermarkter „Immobilienservice“ vorgestellt.
Danach soll das große Grundstück über zwei Stichstraßen einmal vom „Eiermarkt“ und von der Heinrich-Wöhler-Straße aus erschlossen werden. Geplant sind 2 zweigeschossige Fachwerkgebäude entsprechend dem dort geltenden Bebauungsplan mit angeschlossenen Carports im Stil landwirtschaftlicher Remisen.
Alles soll den Eindruck eines geschlossenen landwirtschaftlichen Gebäudeensembles erhalten, so formulierte es Architekt Wedemeyer. Es müsse sich in jedem Fall in die denkmalgeschützte Bausubstanz an der Heinrich-Wöhler-Straße einpassen. Das Bauprojekt läuft unter der Bezeichnung „Eichenhof“.
Die alten prächtigen Eichen an der Heinrich-Wöhler-Straße sind der Grund dafür, dass die gesamte Anlage 18 Meter Abstand hält zur Straße, damit das Vorhaben keine der Eichen beeinträchtigen wird.
Die alte Scheune, die im westlichen Bereich des Grundstücks noch steht, soll keinesfalls abgerissen werden: „Wir werden das Gebäude zurück bauen und planen alles, was wir in den Neubauten verwenden können, dort auch wieder einzuarbeiten. Steine, noch brauchbares Fachwerk und alles Weitere, was wir noch beim Zurückbauen finden werden“, so Jörg Wedemeyer.
Auch der uralte Brunnen, der hinter der Scheune noch vorhanden ist, soll dort bleiben, um auch in Zukunft das neue Ensemble aufzuwerten: „Wir werden den Brunnen in jedem Fall vollkommen revitalisieren“, drückte es Wedemeyer aus. Nur die alten Dachziegel würden den Weg allen Bauschutts gehen müssen. Davon sei kein Einziger wieder zu verwenden. Das alte Tor zum Grundstück mit den beiden beschädigten Pfeilern aus rotem Wesersandstein wird allerdings erhalten und restauriert werden.
Bei den zu bauenden Wohnungen soll es sich um Drei- und Vierzimmerwohnungen handeln in unterschiedlichen Größen von etwa 90 bis 128 Quadratmetern. Jedes der beiden Wohngebäude soll über Fahrstühle verfügen. Alle Wohnungen sind vollkommen barrierefrei und in gehobener Ausstattung geplant. „Wir streben hier ein Mischkonzept an, bei dem es sehr leicht möglich ist, ältere und jüngere Menschen unter einem Dach zu vereinen“, so bringt es Ralph Schulenberg auf den Punkt.
Am morgigen Donnerstag wollen die Investoren und Bauträger dieses Projekt an der Heinrich-Wöhler-Straße vorstellen und sie laden Interessierte und Neugierige herzlich zum Kennenlernen auf das Baugelände ein. Beginn der Veranstaltung ist um 15.00 Uhr.