Fuhrberger Zimmerei: rasante Entwicklung in 20 Jahren

So hat es 1994 angefangen: Diplom-Ingenieur Christian Zeymer, Geselle Michael Blaschke, Zimmerer Horst Kuhlmann und Zimmermeister Frank Töllner. (Foto: Fuhrberger Zimmerei)

Der Weg zu einem der führenden Fachwerkbau-Betriebe im Land

FUHRBERG (hhs). Die Fuhrberger Zimmerei hat guten Grund zum Feiern: 1994 wagten drei Männer den mutigen Schritt in die Selbständigkeit und gründeten die „Fuhrberger Zimmerei - Betriebsgesellschaft mbH“. Die Geschäftsführer waren Zimmerer Horst Kuhlmann, Zimmermeister Frank Töllner und Diplom-Ingenieur Christian Zeymer. Neben den drei Geschäftsführern zählten zum Betrieb noch ein Mitarbeiter, der Geselle Michael Blaschke, und der Fuhrpark bestand aus einem LKW.
Ihr erstes Fachwerkhaus entstand 1995 in Heitlingen. Danach folgte eine unglaubliche Erfolgsgeschichte. Die hochwertige Arbeit des jungen Betriebes sprach sich schnell herum. Bereits im April 1996 wurde an der Mellendorfer Straße 35a in Fuhrberg der Grundstein für eine neue Halle gelegt, die 1997 in Betrieb genommen werden konnte. Allerneueste Technik im Zusammenspiel mit perfekter Handwerksarbeit ließen den Betrieb rasant wachsen. Heute, zum 20. Geburtstag, beschäftigt das Unternehmen 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Seit 1997 plant die Fuhrberger Zimmerei ihre Fachwerkhäuser professionell mit dem CAD-System „cadwork“ und gilt seit dem Jahr 2000 als Spezialist für den Fachwerkbau, sowohl bei der Sanierung und dem Wiederaufbau alter Fachwerkbauten wie auch mit der Planung und dem Bau neuer Fachwerkhäuser. Deutschlandweite Aufträge folgen und wie hoch der handwerklich qualifizierte Leistungsstand ist, stellt unter anderem das nach alten Vorlagen gefertigte neue Dach für die Engenser Mühle eindrucksvoll unter Beweis.
2003 steht die nächste Erweiterung der Firma an. Anliegende Grundstücke werden erworben und damit stehen dem Betrieb nun für Büro- und Sozialräume, Werkstätten und überdachte Abbundfläche 1030 Quadratmeter zur Verfügung. Große Erfolge gibt es auch bei der Ausbildung des Berufsnachwuchses: Kristoffer Engelke wird Landessieger und später sogar Vierter beim Bundeswettbewerb. Die Fuhrberger Zimmerei ist ein begehrter Ausbildungsbetrieb. Wunderschöne handwerkliche Holzobjekte werden hier in höchster Qualität und Termintreue gefertigt. Schon gleich nach Beginn der Ausbildung ist der Lehrling im Team aus Gesellen und Meistern integriert und kommt mit allen anfallenden Arbeiten in Kontakt.
Durchschnittlich befinden sich vier Lehrlinge im Betrieb, die meisten arbeiten auch nach ihrer Gesellenprüfung weiter in der Fuhrberger Zimmerei oder kehren von ihrem weiteren Lebensweg (Bundeswehr, Zivildienst, Wanderschaft, Studium oder Meisterschule) hierher zurück.
Wegen der hohen Kapazitätsauslastung folgte 2006 die nächste Betriebserweiterung. Durch einen Hallenanbau wurde nicht nur die Abbund- und Werkstattfläche vergrößert, es entstand auch Platz für eine moderne Holzheizung. Diese Baumaßnahme ermöglichte die Vergrößerung der Bürofläche im Erdgeschoss und es entstanden neue Räume für Besprechungen und Produktschau. Aber auch die Fertigungshalle musste nach und nach weiter vergrößert werden.
2009 wurde groß gefeiert: 15 Jahre Fuhrberger Zimmerei! „Nach 15 Jahren können wir behaupten, wir können es! Deshalb haben wir die Marke „Fuhrberger Fachwerkhaus“ eintragen lassen“, erinnerte sich Christian Zeymer. Ein weiteres Highlight dann im Jahr 2010: der Neubau einer großen Gründerzeitvilla in Svetlogorsk (Rauschen) in der Nähe von Kaliningrad. Im gleichen Jahr entsteht das Konzept für das kleine Fachwerkhaus „Buxus“ mit weniger als 100 qm. „Buxus“ erfordert eine besondere Kalkulation und ist wandelbar, ausbaufähig…
2011 steht für die Fuhrberger Zimmerei unter dem Motto „Nichts ist unmöglich“. Im eigenen Dorf baut das Unternehmen das größte Zweiständerhaus in dieser Region. Die Statik war eine Herausforderung – das Ergebnis ist um so beeindruckender.
Die Fuhrberger Zimmerei hat sich in zwei Jahrzehnten von einem kleinen Handwerksbetrieb zu einer komplett autarken Hausbaufirma entwickelt, die Fachwerkhäuser in allen Ausbaustufen bis hin zu „schlüsselfertig“ anbietet. 30 Mitarbeiter, Lehrlinge, Gesellen, Meister, Architekten und Ingenieure arbeiten Hand in Hand, um das Produkt, das „Fuhrberger Fachwerkhaus“, zu erschaffen. „Wir setzen unser ganzes Wissen, von der Beratung, über die Planung und Statik bis zur Ausführung für die individuellen Wünsche unserer Bauherren ein“, bringt es Zimmermeister Frank Töllner auf den Punkt.