Faszination Frühling: Licht, Farben und neues Leben

Faszination Farbe: Tulpen in leuchtenden Farbtönen drücken das aus, was wir vom Frühling erwarten. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Raus in die Natur - Wohlbefinden und Aufbruchstimmung genießen

BURGWEDEL (hhs). Gestern, am 20. März war astronomischer Frühlingsanfang auf der Nordhalbkugel. Und obendrein war es ein ganz besonderer Frühlingsanfang, denn gleichzeitig fand eine partielle Sonnenfinsternis statt. Der Mond schob sich am frühen Vormittag zwischen Erde und Sonne und verdunkelte Norddeutschland um 80 % Licht. Ein seltsames Gefühl machte sich bei Mensch, Tier und Pflanzen bemerkbar. Menschen reagierten auf geringste Kleinigkeiten nervös, Hunde suchten intensiven Kontakt und wer eine Mimose auf der Fensterbank stehen hatte, der konnte erleben, dass die Pflanze mangels Licht ihre Blätter einrollte.
Am Mittag war die Sonnenfinsternis vorüber. Die Sonne strahlte wieder mit voller Kraft vom Himmel, Nervosität und Ängstlichkeit waren so schnell verschwunden, wie sie zweieinhalb Stunden zuvor gekommen waren. Die Blumen erstrahlten wieder in voller Schönheit und stellten unter Beweis: Es ist das Licht, das dem Frühling seine Faszination verleiht.
Da war der Frühlingsanfang wieder so, wie er sein soll: Ein Tag des Aufbruchs - weg vom tristen Grau der vergangenen sechs Monate hin zu frischen bunten Farben in die Natur. Gelb und Blau in allen Schattierungen, rot und rosa, orange und lila. Wer in den vergangenen Tagen einen Wochenmarkt besucht hatte, der konnte an den Blumenständen in allen erdenklichen Farben schwelgen.
Draußen in der freien Natur halten sich die Frühblüher noch bedeckt. Einige Weidenkätzchen gibt es schon und auch die Kornelkirsche blüht prächtig gelb. Wer aber die filigrane Eleganz ihrer Blüten entdecken möchte, der muss ein gutes Vergrößerungsglas mitnehmen, denn sie sind sehr klein. An manchen sonnenbeschienenen Standorten reckt der Löwenzahn seine grellgelbe Korbblüte aus dem Gras. Jetzt fallen diese einzelnen Allerweltspflanzen noch als Besonderheit auf, in gut vier Wochen gehen sie im großen Gelb ihrer Millionen Exemplare auf Wiesen und Weiden unter.
Also, das Wohlbefinden genießen und diese Aufbruchstimmung nutzen, dem Bedürfnis nach Veränderungen nachzukommen.