Zweite Biogasanlage nimmt in diesen Tagen ihren Betrieb auf

Michael Ogundare, links, der die Projektleitung beim Bau der Biogasanlage hatte, und Henning Warnecke als Bauherr beim zünftigen Richtspruch oben auf einem Behälterdeckel. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Richtfest wurde „zwischen den Jahren“ gefeiert

FUHRBERG (hhs). Die Ortschaft Fuhrberg nimmt in der Stadt Burgwedel den ersten Platz ein in Bezug auf die Gewinnung regenerativer Energien: In der Gemarkung drehen sich seit vielen Jahren die Flügel der fünf Windkraftanlagen, die Gesamtfläche der Module zur Gewinnung von Wärme und Strom aus Sonnenlicht ist gewaltig und nun kommt zu der bisher einzigen Biogasanlage eine zweite, die das Landwirtsehepaar Daniela und Henning Warnecke am östlichen Ortsrand bauen. Diese Anlage ist soweit fortgeschritten, dass sie in den nächsten Tagen in Betrieb gehen kann.
Im September haben die ersten Arbeiten an diesem Projekt begonnen, jetzt wurde Richtfest gefeiert. In nur vier Monaten ist diese Anlage soweit gediehen, dass die Warneckes mit dem Betrieb beginnen können. „Das Wetter, insbesondere der lange und sehr schöne Herbst vergangenen Jahres hat dafür gesorgt, dass die Baufirmen ununterbrochen arbeiten konnten“, freute sich Henning Warnecke am Donnerstag vergangener Woche beim Richtfest.
Schon vor dem Weihnachtsfest habe die offizielle Abnahme der Anlage mit einem Probelauf erfolgreich stattgefunden, auch die Eon.avacon sei anwesend gewesen und habe die korrekte Einspeisung des Stroms bestätigt. Nun könne es losgehen mit der Strom- und Wärmeproduktion. Gegenwärtig werden die Behälter gefüllt und langsam aufgeheizt und wenn ausreichend Biogas entstanden sei, dann gehe die Anlage ans Netz.
Das Richtfest war zünftig. Michael Ogundare von der Firma Biogas Nord, der die Projektüberwachung während der gesamten Bauzeit inne hatte und mit Erfolg dafür sorgte, dass alle unterschiedlichen Gewerke reibungslos liefen, und Henning Warnecke begaben sich auf den Deckel eines großen Betonbehälters mit dem obligatorischen Glas in der Hand. Ogundare hielt den Richtspruch, ließ die Bauphase noch einmal kurz Revue passieren, wünschten den Bauherrn Glück und der Biogasanlage, sie möge bis in alle Zukunft frei bleiben von jeder Havarie. Dann zerschellte die Sektflasche an einer Behälterwand, unter großem Applaus der anwesenden Gäste. Im Anschluss daran wurde ein wenig gefeiert in der angrenzenden Halle.
Die Warneckes wollen ihre Anlage im so genannten „Drittel-Mix“ betreiben: Ein Drittel Gülle aus ihrer gleich nebenan liegenden Schweinehaltung, ein Drittel Maissilage und ein weiteres Drittel Silage aus Gras und Zwischenfrüchten. Dafür werden 80 Hektar Mais angebaut und 150 Hektar Gras und Zwischenfrüchte. Die neue Biogas-Anlage wird 370 kW Strom liefern und etwa 135 kW Wärme.