Zweimeutejagd des Reitvereins Isernhagen

Zuschauer werden auf Treckergespannen geführt

ISERNHAGEN (r/bs). Am Samstag, 3. November ist es wieder soweit: Seit 146 Jahren werden rund um Isernhagen Schleppjagden geritten. Zunächst stand dort die Sportlichkeit vor der Tradition, denn schließlich hatte das Militärreitinstitut und später die Kavallerieschule die Schleppjagd als beste umfassende Ausbildung des Pferdes angesehen und entsprechend gefördert.

Heute hat die Sportlichkeit in Isernhagen Tradition.
Regelmäßig am Ehrentag des heiligen Hubertus, des Schutzpatrons der Jagd, wird deshalb auf dem schon seit 1867 berittenen Boden noch heute die Hubertusjagd Isernhagen veranstaltet.
Gejagt wird hinter den Hunden der beiden großen Hundemeuten aus Niedersachen. Dabei gesellen sich die großen schnellen Fuchshunde der Niedersachsenmeute zu den kleineren quirligen Hasenhunden der Böhmer Harrier Meute und jagen gemeinsam auf dem traditionsreichen Boden des Truppenübungsplatzes.

Wer dieses einmal erlebt hat, weiß, wie Gegensätze sich befruchten und welches einzigartige Spektakel die Zusammenkunft dieser unterschiedlichen Hunde auf dem offenen Gelände des 250 ha großen zaunlosen Geländes ist.
Der Tradition entsprechend werden auf sechs Schleppen rund 40 anspruchsvolle klobige Hindernisse präsentiert. Die Bläser der hannoverschen Fermate haben bereits zugesagt und die Organisatoren hoffen auf eine gute Grünkohlernte, um die Jagdgesellschaft anschließend in der Reithalle mit deftigen Speisen und einem kühlen Bier beköstigen zu können.
Stelldichein ist um 13.00 Uhr beim Reitverein Isernhagen und Umgebung, Burgwedeler Straße 43, Abritt um 13.30 Uhr, Halali ca. 16.00 Uhr auf dem Halaliplatz. Geritten wird in drei Feldern. Die Jagdstrecke führt über 16 Kilometer mit etwa 40 festen Hindernissen einschließlich Hecken, Mauern, Tiefsprüngen, 6 Wasserdurchquerungen und 2 wundervollen Gräben.
Die Jagdzuschauer werden auf Treckergespannen geführt. Das Befahren des Standortübungsplatzes mit privaten Fahrzeugen ist nicht möglich. Für den Fahrdienst werden Erwachsene um einen Kostenbeitrag von 5 Euro gebeten, die Plätze sind beschränkt.