Zwei Weihnachtsbäume zieren den Engenser Dorfplatz

Gut eingearbeitete Teams nahmen sich den großen Baum vor, der in einer guten Stunde in glanzvoller Weihnachtspracht erstrahlte, Dank des Einsatzes eines Hubwagens. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Groß und Klein trafen sich zum traditionellen Baumschmücken

ENGENSEN (hhs). Normalerweise fällt die Ortschaft Engensen in der Adventszeit mit ihrem Weihnachtsbaum in zweierlei Hinsicht auf: Es handelt sich bei diesen Gewächsen immer um so genannte „Vorgärtenbäume“, sehr hübsche und prächtig gewachsene Tannen von mehreren Metern Höhe, und die werden immer bis in ihre Spitze hinein mit Kugeln, Lichterketten und anderen Weihnachtsdekos geschmückt.
Ein aufwändiges Stück Arbeit für die Engenser, bei der normales „Arbeitsgerät“ nicht ausreicht. Hier ist Professionalität gefragt und dafür sorgte in diesem Jahr die Dachdeckerei Laue mit einem Hubwagen, damit man die gefährlichen Bereiche des Weihnachtsbaums in sieben bis zehn Meter gefahrlos zum Schmücken erreichen kann. Und natürlich die Ortsfeuerwehr mit ihrer Manpower um Ortsbrandmeister Uwe Balke, dessen gutes Auge für die richtige Platzierung des Baumschmucks in luftiger Höhe sich alljährlich aufs Neue bewährt.
An vergangenem Sonntag, dem ersten Advent, fiel aber noch eine weitere Besonderheit ins Auge: In Engensen steht noch ein weiterer kleinerer Weihnachtsbaum auf dem Dorfplatz, am Beet zwischen Kapelle und Feuerwehr. Den haben die Engenser dann auch gleich mit geschmückt. Selbst langjährige Beobachter des traditionellen Tannenbaumschmückens auf dem Dorfplatz dort hätten beschworen, dass der kleine Weihnachtsbaum dort zum ersten Mal steht.
Ortsbürgermeister Friedhelm Stein klärte die Zweifler auf: Dort stehe jedes Jahr ein kleiner Weihnachtsbaum. Das sei das Exemplar, dass die Stadt Burgwedel jeder Ortschaft spendiere, schmunzelte er. Es sei allerdings auch so, dass ihn die Verwaltung jedes Jahr wieder anrufe und nachfrage, ob er den Baum überhaupt haben wolle. Engensen sei schließlich bekannt für sein schönes, großes und stattliches Exemplar nur wenige Schritte entfernt. „Dann erkläre ich ihnen immer, dass wir den kleinen Baum in jedem Fall auch behalten wollen“, sagt der Ortsbürgermeister. „Erstens sieht der dort sehr schön aus und er gehört nun mal hier in die Nähe der Kapelle“, so Stein Begründung, und: „Wenn wir einmal sagen, dass wir den Baum nicht wollen, dann ist das ein für alle Mal vorbei, so unsere Befürchtung hier. Deswegen soll das alles so weiter gehandhabt werden, wie es sich bewährt hat“.
Und dann ging alles sehr schnell: Gut eingearbeitete Teams nahmen sich den großen Baum vor, der in einer guten Stunde in glanzvoller Weihnachtspracht erstrahlte. Und im Rücken der Vielen Beobachter gingen die Mütter und ihr ganz kleiner Nachwuchs dem kleinen Weihnachtsbaum an die Nadeln. Der ist jetzt auch zu einer Augenweide geworden und die kleinen Engenser Baumschmücker können jetzt auch sagen: „Wir haben unseren Baum geschmückt“.