Zuschüsse für die Umgestaltung des Busbahnhofs winken

Freitagmorgen um 7.30 Uhr: Zwei Gelenkbusse bringen Schülerinnen und Schüler zum Busbahnhof am Schulzentrum Großburgwedel, wo etwa 100 aussteigen und sich auf unterschiedlichen Wegen zu ihrer Schule begeben. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Verwaltung stellte Antrag bei der Landesnahverkehrsgesellschaft

GROSSBURGWEDEL (hhs). Die Verwaltung der Stadt Burgwedel hat Ende Mai bei der Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) einen Antrag auf Förderung der Umgestaltung des sogenannten Busbahnhofs um Schulzentrum in Großburgwedel gestellt.
Diese Nachricht kam ziemlich überraschend aus dem Rathaus. Eigentlich war das Verfahren „Umgestaltung des Busbahnhofs“ im politischen Raum noch nicht soweit gediehen, dass man in irgendeiner Form an dessen konkrete Umsetzung hätte denken können. Es war nur klar, dass etwas getan werden muss, weil es an ein Wunder grenzt, dass bei den vielen unterschiedlichen Verkehrs- und Nutzungsarten dort noch keine schweren Unfälle geschehen sind.
Im Jahr 2012 hatten alle verantwortlichen beschlossen, eine Erhöhung der Sicherheit insbesondere für die Schülerinnen und Schüler herbeizuführen. Das Verkehrsbüro Zacharias wurde mit der Erstellung eines Konzepts dafür beauftragt, das in der Sitzung des Schulausschusses am 22. November vorgestellt wurde. In diesem Konzept waren die Kosten für die Umgestaltung nicht enthalten.
Die politischen Gremien signalisierten derzeit, für 2014 entsprechende Haushaltsmittel für die Verbesserung der Sicherheit dort in Höhe von 100.000 Euro einzustellen. Das Jahr 2013 war eigentlich nur für eine mit allen Planungsträgern abgestimmte Planung vorgesehen. „Eine Förderung des Projekts durch Dritte war nicht absehbar“, schmunzelte Bürgermeister Dr. Hendrik Hoppenstedt bei der Vorstellung der veränderten Lage.
Im April dieses Jahres seien aber Abstimmungsgespräche zur Verbesserung der Situation am Busbahnhof geführt worden. Dabei hätten sich Hinweise auf eine Förderungsmöglichkeit der Umgestaltung durch das Land Niedersachsen beziehungsweise die Landesnahverkehrsgesellschaft ergeben. Bei einem Ortstermin mit Vertretern der LNVG hätten diese signalisiert, dass eine Förderung der Maßnahme mit 75 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten als sehr aussichtsreich einzustufen sei.
Voraussetzung dafür sei ein Antrag spätestens zum 31. Mai einschließlich eines zukunftsfähigen Konzepts, da aufgrund der Zweckbindungsfrist von 20 Jahren von der LNVG keine Maßnahmen gefördert werden, die lediglich die Verbesserung kleiner Defizite beinhalten.
Die Verwaltung hatte anschließend wegen der großen Eilbedürftigkeit das Büro Richter aus Hildesheim beauftragt mit der Antragsvorbereitung und der erforderlichen Planung. Die Fraktionen im Stadtrat hatten der Veraltung ihre Zustimmung zu diesem ungewöhnlichen Vorhaben signalisiert. Der Antrag wurde zum 31. Mai gestellt. Nun müsse nachträglich für die entsprechende Beschlusslage im politischen Raum gesorgt werden.
Zum gegenwärtigen Stand der Planungen: Vom Planungsbüro Richter liegt eine grobe Entwurfsskizze vor, die als Grundlage für den Förderantrag Ende Mai gedient hat. Inzwischen hat das Büro diesen Entwurf verfeinert. Er wird in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Gebäude, Umwelt und Städtebau vorgestellt und erläutert. Bis zu diesem Zeitpunkt sollen auch weitere Erkenntnisse darüber vorliegen, ob eine weitere Zu- und Abfahrt über den vor dem TSG-aktivCenter gelegenen Parkplatz erforderlich und machbar ist.
Auf der Basis der Entwurfskizze belaufen sich die Gesamtkosten für die Umgestaltung auf 1.368.000 Euro, von denen die LNVG 75 Prozent übernimmt. Die Region Hannover steuere weitere 5.500 Euro bei, der Rest von 422.000 Euro verbleibe bei der Stadt Burgwedel. „Hiervon müssen allerdings die in den nächsten Jahren anfallenden Kosten für die Stadt in Höhe von geschätzten 75.000 Euro abgezogen werden“, so der Bürgermeister. „Des Weiteren bleibt zu berücksichtigen, dass bereits 2013 seitens der Politik 100.000 Euro für Verbesserungen im Bereich des Busbahnhofs in Aussicht gestellt wurden, sodass sich durch einen kompletten Neubau für die Stadt Mehrkosten in Höhe von 247.000 Euro ergeben“.