Zum Jubiläum: Französischer Markt auf dem Domfront-Platz

Bürgermeister Axel Düker und sein französischer Kollege Bernard Soul enthüllten gemeinsam das neue Ortsschild. (Foto: Renate Tiffe)
 
Im Zelt wurde die Partnerstadt in der Normandie vorgestellt und es konnten kulinarische Spezialitäten der Region und des Landes probiert werden. (Foto: Renate Tiffe)

Bürgermeister enthüllen gemeinsam das neue Namensschild

GROSSBURGWEDEL (ti). Auf Burgwedels zentralem Platz herrschte französisches Flair. Gefeiert wurde die deutsch-französische Städtepartnerschaft, die sich zum 20. Mal jährte.
Jede Menge Besucher hatten sich eingefunden. Im großen weißen Zelt wurde die Partnerstadt in der Normandie vorgestellt und es konnten kulinarische Spezialitäten der Region und des Landes probiert werden. Ausgeschenkt von den jungen Damen in normannischer oder auch mittelalterlicher Tracht wurde Poiree, der köstlich-frische Birnen-Cidre, dem Domfront seinen neuen Namen verdankt.
Nach der Gebietsreform trägt die Stadt jetzt den Namen Domfront-en-Poiraie, also den Anhang „in der Birnen-Region“. Grund genug zu einer amtlichen Handlung auf dem Markt: Bürgermeister Axel Düker und sein französischer Kollege Bernard Soul enthüllten gemeinsam das neue Ortsschild, das an den Ortseingängen über die Städtepartnerschaft informiert - vom Publikum mit einem bewundernden „Ah“ bedacht.
Gleiches galt dem Entwurf eines Auszugs aus der Landkarte Frankreichs mit den beiden Städtewappen. Dessen Original soll demnächst die Gasdruckstation auf dem Domfrontplatz zieren. Leider konnte es nicht termingemäß fertiggestellt werden.
Die Bürgermeister hoben die Bedeutung der Partnerschaft hervor, die beide Städte verbindet.
Soul betonte, dass er und Düker für die gleichen Werte einstehen und wünschte beiden Städten, dass sie ihre Partnerschaft noch lange bewahren mögen.
Dass es eine durchaus gelebte Partnerschaft ist, darüber ließen die Begegnungen auf dem Markt keine Zweifel aufkommen. Zwar hatte das erste Wiedersehen mit der Besuchergruppe und der Ratsdelegation aus Domfront schon zwei Tage vorher stattgefunden und es war ein wohlvorbereitetes Programm der Partnerschaftsmitglieder einerseits und der Ratsvertretungen andererseits absolviert worden.
Aber es war vielfach eine Nähe und Vertrautheit zu spüren, wie nur jahrelange Freundschaften sie bewirken. Immer wieder wurde mit Poiree angestoßen und mitunter auch am Pommeau genippt, der speziellen Apfellikörart, die es so nur in der Gegend um Domfront gibt, und die oft genug ein Muss für heimische Gästeeinladungen war.
Stolz zeigte Raymond Gayet, mit ein Mann der ersten Stunde, sein Album von den vielen persönlichen Begegnungen herum, die bis ins Jahr 1992 zurückreichten, als es die Partnerschaftsvereine noch nicht gab. Und Aurelie Poussier in der schmucken normannischeren Tracht, eine der ersten Austauschschülerinnen, heute Deutschlehrerin, half gerne aus, wenn es Sprachschwierigkeiten gab. Für die offiziellen Übersetzungen war Andreas Listing unermüdlich im Einsatz. Er ist zugleich Vorsitzender des Burgwedeler Partnerschaftsvereins.
Mit dem Markt, sozusagen einer öffentlichen Veranstaltung, neigte sich das Besuchsprogramm am Sonnabendmittag dem Ende zu. Ein Höhepunkt stand den Burgwedeler Domfrontfreunden und ihren Gästen aber noch bevor: der abendliche Empfang des Burgwedeler Partnerschaftsvereins und der Stadt zum Festakt im Hotel Restaurant Kokenhof, bei dem die Partnerschaft aufs Neue besiegelt wurde.