Zehn neue Nistkästen für den Burgwedeler Amtspark

Marcus Dietrich Philippi hängt die neuen Nisthilfen oben am Baumstamm auf, während ihm v.l. Peter Böer, Kuschel und Dr. Klaus Bemmann von unten assistieren. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Jubiläumsspenden ermöglichten den Kauf von Nisthilfen

GROSSBURGWEDEL (hhs). 18 Jahre ist es her, dass der NABU Burgwedel im Amtspark in Großburgwedel 35 Nistkästen aufgehängt hat, der damalige Direktor des Amtsgerichts Großburgwedel, Dr. Klaus Bemmann hatte gemeinsam mit Peter Böer, derzeit Vorsitzender des NABU, und dem Umweltkoordinator der Gemeinde Claus Bottländer einen Aufruf zur Belebung des Amtsparks gestartet und um Spenden für Nisthilfen in diesem Kleinod unter Großburgwedels Grünflächen gebeten.
32 Nisthilfen für Vögel, so das einzigartige Ergebnis und fünf Fledermauskästen konnten unter Anleitung des NABU damals von den Spendern selbst aufgehängt werden. In den Jahren waren aber einige Kästen „abgängig“, entweder geklaut, oder aber vom Baum gefallen und dann von Findern einfach mit nach Hause genommen. Jetzt wurden zehn neue Behausungen an den Fehlstellen angebracht, denn inzwischen waren nur noch 13 der vormals 32 Nistkästen vorhanden.
Im vergangenen Jahr hatte der NABU Burgwedel Isernhagen sein 40-jähriges Bestehen gefeiert und aus diesem Anlass um Spenden gebeten, um die Nisthilfen-Lücken im Amtspark wieder schließen zu können. Inzwischen waren zehn dieser Objekte angeschafft, und am vergangenen Samstag war es soweit: Dr. Klaus Bemmann, Peter Böer, Marcus Dietrich Philippi und Joseph Kruschel trafen sich um 10.00 Uhr im Amtspark, bewaffnet mit Zange, Hammer, einer langen Leiter und natürlich den neu angeschafften Kästen.
Dr. Klaus Bemmann hatte über die Jahre die Nistkästen und auch die Fledermauskästen immer wieder kontrolliert, sie in Herbst oder Frühjahr gereinigt gemeinsam mit seinen Vereinskollegen. Und natürlich hat er über seine Beobachtungen und Kontrollen Buch geführt. Im vergangenen Jahr hingen nur noch 13 Kästen im Amtspark. Elf von ihnen waren besetzt, sagt Dr. Bemmann, acht von Meisen, zwei von Trauerschnäppern und einer von Feldsperlingen. In zwei Fledermauskästen fanden sich etwa 20 Große Abendsegler.
Der Trauerschnäpper habe sein Herz für den Amtspark auch erst entdeckt, als damals die ersten Kästen aufgehängt wurden, erinnerte sich Dr. Bemmann, jetzt ist er im vergangenen Jahr mit zwei Paaren vertreten gewesen. Damals habe man auch den Kleiber nicht vorgefunden, der sei hier nun aber auch zu beobachten. Und es schien, ein prächtiges Kleibermännchen hätte das gehört: Plötzlich rauschte es hinter den Männern vom NABU etwas und ein in der Sonne blitzendes Kleibermännchen landete an einem Baumstamm direkt hinter den Naturschützern.