Zahl der Auszubildenden ist in den Elektroberufen rückläufig

Günter May (Burgdorf), Astrid Winter-Jelgerhuis (vorne v.li.) sowie Lehrlingswart Reinhard Zarach (Altwarmbüchen) und die Prüfungskommission Knut Schardt (Ilten), Markus May (Burgdorf; hint. v.re.) und Andreas Engelbart (BBS Neustadt/Rbg.; hint. Mi.) mit 12 „Jungrittern“ der Elektro-Innung Burgdorf. Es fehlt Jonas Schumann. (Foto: Georg Bosse)

Astrid Winter-Jelgerhuis: „Erhalt des Gesellenbriefs ist wie ein Ritterschlag“

EHLERSHAUSEN/ALTKREIS (gb). „Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen“, besagt ein deutsches Sprichwort. Um ein Meister seines Fachs zu werden braucht es heutzutage Ausdauer, Disziplin sowie Lern- und Leistungswillen. All diese Tugenden haben die jungen Leute unter Beweis gestellt, die am vergangenen Freitagabend im Gasthaus & Hotel Bähre in Ehlershausen zur Freisprechungsfeier der Elektro-Innung Burgdorf eingeladen waren.
Nach dieser traditionellen Handwerkszeremonie ist die Innung um 13 Junggesellen reicher, die sich nach dem erfolgreichen Ablegen ihrer Prüfungen nun Elektroniker „Fachgebiet Energie- und Gebäudetechnik“ nennen dürfen und somit einen ersten, aber äußerst wichtigen Schritt auf dem Weg zur „Meisterschaft“ gegangen sind. „Ob Beleuchtungstechnik, digitale Empfangsanlagen oder Einbruchmeldesysteme, Klima- und Netzwerktechnik, Photovoltaik, Solarthermie oder Wärmepumpen - die technischen Fachgebiete wachsen mehr und mehr zusammen. Deshalb gehören die Elektrohandwerke zu den Berufen mit großer Zukunft“, erklärte Innungs-Obermeister Günter May (Burgdorf).
Obwohl Fachkräfte in der Branche händeringend gesucht werden und qualifizierte Experten beste Berufsaussichten haben, gehen die Bewerberzahlen pro Ausbildungsplatz sukzessive zurück. „Wir brauchen Nachwuchs mit Mittlerer Reife, die in Mathematik und in den naturwissenschaftlichen Fächern mindestens befriedigende Leistungen nachweisen können“, ist sich May des Problems bewusst.
Dann seien die Vielfalt und Spartenbreite der Elektroberufe für hochqualifiziertes Personal aber auch Garanten für eine gesicherte Zukunft auf einem Arbeitsmarkt, der sich einem rasanten technischen Fortschritt und Wandel ausgesetzt sieht, so der Obermeister. Und da die Qualitätsanforderungen ständig steigen, verglich Astrid Winter-Jelgerhuis, Vorsitzende der Prüfungskommission (Ahlten), den Erwerb des Gesellenbriefes sogar mit einem Ritterschlag.
„Vertrauen sie auf ihre Fähigkeiten und auf ihr Potenzial an fachlicher Qualifikation. Lassen sie sich nicht entmutigen, zeigen sie genügend Biss und gesunden Ehrgeiz - dann steht ihrem beruflichen Erfolg nichts mehr im Weg“, appellierte Günter May an die so „geadelten“ jungen Männer. Denn merke: „Ohne Fleiß keinen Preis.“
Die neuen Elektroniker “Fachgebiet Energie- und Gebäudetechnik“ sind (in Klammern der Ausbildungsbetrieb): Dennis Koch, Bolzum (Klaus Dieter Figiel; Lehrte), René Lorenzen, Sehnde (Elektro Bode GmbH; Sehnde) und Dennis Mil, Ahlten (Detlef Jacobs; Lehrte). Florian Bruns, Burgwedel (Elektro Eden; Burgwedel), Stephan Gothe, Burgwedel und Konstantin Herber, Burgwedel (Jensen GmbH; Bissendorf), Daniel Hinz, Isernhagen (Elektro-Blitzschutz Ziebarth; Isernhagen), Stefan Hofmann, Neustadt (Jennert GmbH; Wedemark), Sören Lenk, Langenhagen und Martin Ploch, Garbsen (Stephan Macke; Isernhagen) sowie Timo-Alexander Rinsche, Burgwedel (Liebau Elektro GmbH; Burgwedel). Marvin Wulf, Hänigsen (Elektro-Denecke; Hänigsen) und Jonas Schumann, Uetze (Günter May GmbH; Burgdorf).