Würmsee-Entwicklungskonzept lockte zahlreiche Gäste

Ortsbürgermeister Jürgen Schodder (rechts) bei der Vorstellung von Jens Asmuth (links), Chef des Betriebes JAG in Kleinburgwedel. (Foto: Hans Hermann Schröder)
 
Der Neujahrsempfang des Ortsrats Kleinburgwedel war wieder sehr gut besucht. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Gut besuchter Neujahrsempfang des Ortsrates Kleinburgwedel

KLEINBURGWEDEL (hhs). Seit vielen Jahren ist der Neujahrsempfang der Ortschaft Kleinburgwedel fester Beginn des Veranstaltungsreigens des gerade begonnenen Jahres. Gut 100 Mitbürgerinnen und Mitbürger waren der Einladung des Ortsbürgermeisters Jürgen Schodder gefolgt und in den Schützenkrug gekommen.
Zu Beginn stand die Vorstellung eines neu ansässigen Betriebs an: JAG ist im vergangenen Jahr ins Gewerbegebiet gezogen und sticht tagsüber mit der besonderen architektonischen Gestaltung der Halle ins Auge, nachts mit der weithin sichtbaren dezenten blauen Beleuchtung.
Der Ortsbürgermeister hatte den Firmeninhaber eingeladen, die Vorstellung selbst zu übernehmen. Jens Asmuth heißt er, womit auch schon klar ist, wofür die beiden ersten Buchstaben des Firmennamens stehen. Das „G“ steht für Gastechnologie. Und im Verlauf seines Vortrags kamen die Kleinburgwedeler doch ins Staunen: JAG ist ein Kleinod in Burgwedels Firmenszene, ein Spezialist für Konzeption und Bau kalibrierter Messtechnik für den Abgasbereich. Die Firma produziert im Wesentlichen Prüfanlagen und Entwicklungslabore für die Autoindustrie, darunter viele große Namen wie Volkswagen und BMW, in der Formel 1 für Ferrari und McLaren, um nur einige Beispiele zu nennen.
JAG arbeite weltweit, führte Jens Asmuth aus. 20 Mitarbeiter werden in Kleinburgwedel beschäftigt, in den Dependancen in Florida, Indien, China und London werden weitere 25 Vollzeitkräfte beschäftigt. „Wir fühlen uns in Kleinburgwedel wirklich wohl“, schmunzelte der Firmeninhaber. Allerdings fügte er bei: „Nur die Internetverbindung hier ist eine echte Katastrophe“.
In Europa sei JAG Marktführer für Abgas- und analytische Labore, weltweit stehe man an dritter Stelle. Das Segment, in dem JAG arbeite, sei sehr spezialisiert und deswegen habe er massive Probleme, Fachkräfte zu bekommen. Schließlich sei diese Art des speziellen Anlagebaus auch kein Lehrberuf.
Aber JAG habe gute Erfahrungen mit Kräften aus dem Handwerk gemacht. „Wir schulen die neuen Mitarbeiter dann und bieten ihnen alle Möglichkeiten zur Weiterbildung, zum Beispiel in besonderen Arten des Schweißens von dünnen Edelstahlrohren und in der Hygiene, die unsere Anlagen in jeder Beziehung bieten müssen“, sagte Asmuth.
Die Region profitiere auch von dem Firmensitz Kleinburgwedel. So gehöre der Metallbauer Rosenhagen in Kleinburgwedel zu den Zulieferern, ebenso die Firmen Hasselbach Modellbau in Thönse und Bethäuser Metallbau in Isernhagen.
Zweiter Tagesordnungspunkt war das Konzept, mit dem die Stadt Burgwedel, der Realverband Kleinburgwedel und die Region Hannover die Rahmenbedingungen am Würmsee verbessern wollen, damit der See eine Chance erhält, sich weiter zu entwickeln.
Jürgen Schodder stellte den Besuchern das Konzept der Landschaftsplanerin Christine Früh vom Büro für Freiraumplanung vor, wie diese es jüngst dem Ausschuss für Gebäude, Umwelt und Städtebau der Stadt Burgwedel präsentiert hatte. Friedhelm Leisenberg, Ortsratsmitglied und Vorsitzender des Realverbandes als Eigentümer des Würmsees, erklärte in diesem Zusammenhang, der Realverband werde anlässlich seiner Mitgliederversammlung noch im Februar darüber entscheiden, welchen Beitrag er zur Durchführung des Konzepts leisten kann.
Der Ortsbürgermeister bat die Besucher, schon einmal einen Termin vorzumerken: Am 23. März soll eine große Aufräumaktion rund um den Würmsee stattfinden. Dazu sind alle Anlieger, Kleinburgwedeler und Burgwedeler herzlich eingeladen. Danach ging es über zum wichtigsten Tagesordnungspunkt, dem gemeinsamen Essen und Klönen bis in den Nachmittag hinein.