„Wir wünschen uns einen Neubau“

Sie machen sich für einen Neubau stark (v. l.): Dorothea Nirschl, Dietrich Mörlins, Livia Nirschl und Niklas Dahmen. Kathrin Pangsy und Dr. Anne Bosum-Dybus vom Kollegium des Gymnasiums verfolgen die Diskussion mit großem Interesse. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Eltern- und Schülerrat hoffen auf eine rasche Entscheidung im Rat

GROSSBURGWEDEL (bgp). Die endgültige Entscheidung des Rates zum Thema „Neubau oder Sanierung mit Erweiterungsbau“ am Gymnasium Großburgwedel steht nach wie vor aus.
In der nächsten Sitzung des Schulausschusses kommt dieser Punkt lediglich als Sachstandsbericht „Erweiterung des Gymnasiums Großburgwedel“ auf die Tagesordnung.
Schon seit längerem machen sich Vertreter des Eltern- und Schülerrates am Gymnasium für einen Neubau stark und werben mit verschiedenen Argumenten für diese Variante.
Dorothea Nirschl und Dietrich Mörlins vom Schulelternrat haben ebenso wie die Schülersprecher Niklas Dahmen und Livia Nirschl durchaus Verständnis für die Bedächtigkeit im Rat, mit der über die Investitionssumme von rund 34 Millionen Euro beraten wird: „Uns ist bewusst, dass wir über einen sehr großen Betrag sprechen“, räumen die Beteiligten ein. Im Gespräch schwingt jedoch auch die Enttäuschung darüber mit, dass der Rat in seiner Sitzung am 15. Juni 2017 nicht der Beschlussempfehlung des Schulausschusses für einen Neubau gefolgt war.
Die CDU/FDP-Fraktion hatte Bedenken wegen eines fehlenden Finanzierungskonzeptes und sprach sich deshalb gegen einen Beschluss zum Neubau aus. So wurde lediglich die Planung eines Neubaus beschlossen, um im Zweifelsfall „die Reißleine“ ziehen zu können.
Beide Schulelternvertreter hatten am pädagogischen Konzept mitgearbeitet und wünschen sich schon allein deshalb einen Neubau, um dieses inhaltlich und räumlich optimal umsetzen zu können. Gerne würden sie das Konzept auch im Gespräch mit den Personen, die maßgeblich an den Entscheidungen beteiligt sind, vorstellen.
Als weiteres Argument führt Dietrich Mörlins die von der Stadt in Auftrag gegebene Wirtschaftlichkeitsprüfung ins Feld, in der ein Neubau als die langfristig günstigere Lösung errechnet wurde. Außerdem sei die Raumnot im Gymnasium so groß, dass mittlerweile zehn Klassen im Gebäude der IGS untergebracht seien, so Nirschl. Die IGS benötigt jedoch bald selbst die Räume, sodass noch mehr Schülerinnen und Schüler im Gymnasium untergebracht werden müssen.
Die Jahrgänge der Oberstufe haben keine eigenen Klassenräume, sie wandern im Gebäude von einem Raum zum nächsten. Die Situation wird sich ab 2020 verschärfen, wenn die Oberstufe um den Jahrgang erweitert wird, welcher nach der Wiedereinführung von G9 das Abitur nach 13 Jahren ablegt.
Eine Unterschriftenliste, mit der sich an die 400 Unterzeichner für eine schnelle Entscheidung aussprechen, kursiert bereits. Mit großem Interesse erwarten die Eltern- und Schülervertreter nun die nächste öffentliche Sitzung des Schulausschusses, die am Dienstag, 5. September 2017, um 18.30 Uhr im Amtshof Großburgwedel stattfindet.