„Wir haben schon wesentlich bessere Stadtfeste gefeiert“

Erst am Nachmittag wurde es richtig voll: Tausende strömten durch die Von-Alten-Straße.

IGK-Vorstand zieht eine durchwachsene Bilanz

GROSSBURGWEDEL (bs). „Das Wetter hat gerade so noch die Kurve gekriegt – und das Stadtfest damit auch“, bilanzierte IGK-Chef Karlheinz Schritte und fügte ergänzend hinzu, „wir haben aber schon wesentlich schönere Stadtfeste gefeiert.“
Die kräftigen Regenschauer, die am Sonntag mitten in den festlichen Open-Air-Gottesdienst auf dem Alten Markt platzten, haben nicht nur dafür gesorgt, dass der eingeplante Frühschoppen mit der Bigband des Gymnasiums ausfiel, sondern auch den Gästezustrom abrupt stoppte, der in den Vorjahren immer zu dieser Zeit voll einsetzte.
Normalerweise ist es gegen 13.30 Uhr immer schon rappelvoll, doch in diesem Jahr ging es eben erst gegen 15.00 Uhr so richtig los. „Da hatten doch tatsächlich auch einige ihre Stände schon verwaist zurückgelassen“, monierte der Vorsitzende der ausrichtenden Interessengemeinschaft Großburgwedeler Kaufleute.
Doch insbesondere die Boutiquen profitierten von dem durchwachsenen Wetter. „Es war einfach super“, bilanzierte Tina Wenzel, Inhaberin von Tina's im Mitteldorf. „Von Anfang bis Ende hatten wir alle Hände voll zu tun.“ Sehr zufrieden mit dem Umsatz des Tages war auch Kerstin Klippel Westphal von Klippel Schuhmoden. „Nicht nur die Stammkundschaft, auch viele Besucher von außerhalb haben sich für die neuen Schuhtrends interessiert. Und als es immer kühler wurde, kam so manche Sommersandalette herein und ging als geschlossener Schuh wieder raus …“
Zu den Highlights des Festes zählten unter anderem der Kletterturm vom Autohaus Burgwedel der Volkswagen Automobile Region Hannover GmbH und auch der Massagetherapeut und Reiki-Meister Roger Whitaker, der mit seinem mobilen Massagestuhl vor den BURGWEDELER NACHRICHTEN Dutzende Besucher mit einer Nacken-/Rückenmassage verwöhnte.
Dennoch, obwohl am Nachmittag Tausende Gäste, darunter viele Auswärtige durch das Zentrum strömten, die Spaß-, Spiel- und Unterhaltungsangebote waren deutlich reduziert und boten bis auf wenige Ausnahmen nichts Neues. Ein Kinderkarussell, hier und da Kinderschminken und Glücksrad – Aktionen, die weit entfernt sind von dem, was den weit über die Grenzen Burgwedels hinaus ganz besonderen Ruf des IGK-Festes einmal ausmachte.
„Und täglich grüßt das Murmeltier ...“, kommentierte der IGK-Vorsitzende Karlheinz Schridde seinen Unmut über die mangelnde Kreativität der Teilnehmer. Nicht nur von den Kaufleuten, auch von den Vereinen wünsche er sich mehr Engagement und Kreativität.