Winterschlaf, Winterruhe oder aktiv durch die kalte Jahreszeit?

Der Natur auf der Spur: Mit wachem Blick gingen die Kinder durch den Wald und entdeckten begeistert Hinweise auf derzeit aktive Tiere, wie hier geknackte Haselnüsse in einem holen Baumstumpf. (Foto: Anna Kentrath)

Kinder begeben sich mit dem NABU auf Entdeckungstour

GROSSBURGWEDEL (ak). Die Märzsonne sendete vergangenen Mittwochnachmittag bereits ihre ersten kräftigen Strahlen und bot die beste Ausgangsituation auf Spurensuche von Tieren und Pflanzen zu gehen, die dem Ruf des Frühlings bereits folgen. Das erste Mal in diesem Jahr öffnet der NABU Burgwedel und Isernhagen die Tore des Vogelschutzgehölzes für interessierte Kinder, die sich aktiv rund um das Thema Winterschlaf informieren wollten.
Sieben Kinder im Alter von 3 bis 12 Jahren tummelten sich auf dem Gelände des NABU, mal mit, mal ohne elterliche Begleitung, je nach Alter. Cornelia Ölscher, Leiterin der NABU-Kindergruppe in Burgwedel und Isernhagen freute sich über drei „alte Hasen“, aber auch vier neue Kinder, die voller Eifer dabei waren. Welche Tiere seht ihr im Winter und vor allem, welche seht ihr nicht, lautete die erste Frage und jeder konnte etwas dazu beitragen.
Sören, längst fester Bestandteil der Kindergruppe, wusste etwa zu berichten, dass Fledermäuse „im Amtspark in Nistkästen“ ihren Winterschlaf machen würden. Im Winter Schlafen müssten sie, weil sie Insekten fressen, die es in der kalten Jahreszeit nicht gibt und sie so keine Nahrung finden würden, so Ölscher. „Bei uns im Garten schläft ein Igel unter Blättern“, konnte Helena stolz beitragen und noch einige andere Tiere wurden aufgezählt, die schlafen, wachen oder Winterruhe halten.
Um was es sich dabei handelt, wurde anschließend geklärt, als es um die Frage ging: Was fressen die einzelnen Tiere? An einem kleinen Tisch hatte Cornelia Ölscher ein „Wintermenü“ vorbereitet, wie Gras, kleine Äste, Kiefernzapfen, Kerne, Nüsse sowie eine Spielzeugmaus. Die Kinder mussten dem Futter die entsprechenden Tierbilder zuordnen. Sören erzählte den anderen, dass das Eichhörnchen eine Winterruhe halte und nur ab und zu seinen Schlaf unterbreche, um etwa Nüsse zu essen, die es im Herbst versteckt habe.
Nach der Anschauung am Tisch ging es dann auf Spurensuche durch den Wald. Einige Stellen hatte Cornelia Ölscher im Vorfeld selbst herausgesucht, andere entdeckten die Kinder im Wald neu, wie die Ausscheidungen eines Rehs. Mit offenen Augen ging es durch die Natur, die Ameisen etwa zeigten sich auf dem Waldboden schon sehr rege und in der Pflanzenwelt konnten bereits eine ganze Reihe Knospen entdeckt werden. Auch wenn die Blätter noch verborgen sind, war an der spezifischen Form und Größe eine Zuordnung zu einzelnen Bäumen möglich.
Nicole Thomann die mit ihren beiden Kindern mit von der Partie war, schaute sich alles ganz genau an, da sie künftig die Kindergruppe mit führen wird. Im wöchentlichen Wechsel mit der Jugendgruppe wird die Kindergruppe nun stattfinden. Nächster Termin ist der 3. April, 16.00 bis 17.30 Uhr, im Vogelschutzgehölz. Im Mittelpunkt stehen dann Grasfrosch, Kröte und Molch. Dem Frühlingsboten Grasfrosch will die NAJU dann nachgehen, sich auf Spurensuche nach den Amphibien begeben, aber auch die verschiedenen Entwicklungsstufen kennenlernen. Da es sich um eine offene Gruppe handelt, sind auch neue Kinder jederzeit willkommen.
Die Jugendgruppe wird sich am 13. März zwischen 16.00 und 17.30 Uhr am Würmsee mit der Tier und Pflanzenwelt rund um das kühle Nass beschäftigen. Für die Älteren geht es dann aber speziell um die Belange dieses Sees, der im Mittelpunkt der Treffen der Jugendgruppe des NAJU stehen wird.